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| *Presse * Blättle * Ein toller
circus * |
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Die Alternative
zum Minuswachstum wäre logischerweise die Plusschrumpfung.
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NOVEMBER 2005 |
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 24.11.2005
Bürgermeister bringen
Gemeinderäte auf Kurs
NORDSCHWARZWALD. In Bad Wildbad und Enzklösterle standen Beschlüsse zum Zweckverband
Infozentrum Kaltenbronn auf der Tagesordnung. Kritiker unter den
Gemeinderäten nahmen die Satzung auseinander.
Für das gemeinsame Informationszentrum in Kaltenbronn steht die Gründung des
dazugehörigen Zweckverbandes der Gemeinden Gernsbach, Bad Wildbad und Enz-klösterle an.
Der Vertrag dazu soll am 22. Dezember unterzeichnet werden, teilte Enzklösterles
Bürgermeister Klaus Mack in der Sitzung des Gemeinderates am Dienstagabend mit.
Dafür sollte die Satzung verabschiedet werden. Selbes Spiel im Wildbader Rathaus. Vorab:
Beide Gremien stimmten für Zweckverband und Satzung. Der Weg dorthin war aber ein
holpriger.
In Bad Wildbad ging es ums Detail. SPD-Fraktionsvorsitzender Bruno Knöller sprach von
einem Knebelvertrag, weil der Austritt eines Mitgliedes aus dem Zweckverband
von den anderen abgesegnet werden muss. Er war für eine zusätzliche Klausel, die einen
Austritt mit Kündigungsfrist möglich machen sollte. Nach einem Wortgefecht mit
CDU-Gemeinderat Martin Keppler, der durch die Zustimmung zu Knöllers Antrag das Projekt
Infozentrum Kaltenbronn gefährdet sah, stimmte der Gemeinderat mit zwölf zu
vier Stimmen dagegen.
FDP/Freie Wähler-Gemeinderat Frieder Stotz wollte nicht nur die Bürgermeister der drei
Gemeinden, sondern auch Gemeinderäte bei den Verbandsversammlungen des Zweckverbands
vertreten sehen. Stotz zog seinen Antrag aber zurück, nachdem auch von Bürgermeister
Walter Jocher wiederholt darauf hingewiesen worden war, dass dadurch das Projekt
Infozentrum Kaltenbronn gefährdet sei.
In Enzklösterle ging es ums Geld. Unter dem Vorbehalt, dass die Aufwendungen des
laufenden Betriebes Enzklösterle mit höchstens 5000 Euro im Jahr belasten, hatte das
Gremium im Mai zugestimmt, am Portal Kaltenbronn teilzunehmen (PZ hat berichtet). Nun
störten sich fünf Gemeinderäte daran, dass zusätzlich Hausmeisterdienste oder
Verwaltungsaufgaben übernommen werden müssen. Dieter Hoffmann war damit nicht
einverstanden und stellte den Antrag, das Thema erst wieder auf die Tagesordnung zu
nehmen, wenn die Haushaltsberatung für 2006 anstehe. Auch Petra Nych sah trotz aller
Ambitionen, zusätzlich Spender und Sponsoren für das Projekt zu gewinnen, mögliche
Kosten, die zusätzliche Kosten auf Enzklösterle zukommen. Mack machte klar, dass es nach
außen eine sehr schlechte Wirkung habe, wenn sich die Gemeinde kurz vor der
Vertragsunterzeichnung aus dem Projekt zurückziehe. Die 7000 Euro kämen, weil man auch
die Abschreibung erwirtschaften müsse. Ich steh zu meinem Wort, aber die 5000 Euro
werden nicht überschritten, meinte Karl-Heinz Steimle. Das ist ein Fass ohne
Boden und macht uns arm, war auch Karl Frey dagegen. Man habe den Bürgern mit den
Sparmaßnahmen einiges zugemutet, war Hoffmann überzeugt, kein zusätzliches Geld für
Kaltenbronn abzwacken zu können. Mit sechs gegen fünf Stimmen wurde sein Antrag auf
Vertagung abgelehnt. Und mit dem der gleichen Stimme Mehrheit wurde der Beitritt zum
Zweckverband Informationszentrum Kaltenbronn schließlich beschlossen.
Erstellt am: 24.11.2005
Mehr über das Naturpark-Infozentrum in Kaltenbronn unter
www.leader-nordschwarzwald.de
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24.11.2006
BONUS-KURKARTE
Im Bad Wildbad - Katalog entdeckt. - Lang, lang hat`s gedauert !
Schon im Juni 2002 hat Stadtrat
R.G.Neher gefordert: " Bad Wildbad muss endlich aus dem Dornröschen-Schlaf
aufwachen, warum wird die Stadt nicht besser vermarktet ?
http://pefri-wildbad.de/pefri/inter/extraseite-eiseledruck-20.htm
Ab dem 1. Februar 2006 gibt es zur Kurkarte, oder als Kurkarte eine BONUS-KURKARTE.
Der Gast erhält die
BONUS-KURKARTE, ( es ist eine Durchschrift des Meldformulars )
die in Verbindung mit dem Personalausweis gilt.
Weitere Informationen zur BONUS-KURKARTE
findet der Gast im Thermen-Journal.

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 10.11.2005
Die Weichen auf Zukunft gestellt
Infozentrum auf dem Kaltenbronn ist beschlossene Sache Touristisches
Kleinod soll Besucher anlocken
KALTENBRONN. Mehr als eine Million Euro werden die Kreise Calw und Rastatt, die EU und das
Land Baden-Württemberg bis Ende 2007 in den Ausbau des ehemaligen Kaltenbronner
Rasthauses in ein Infozentrum investieren. Bei einer Sitzung der Aktionsgruppe
Leader+ auf dem Kaltenbronn wurde gestern einstimmig beschlossen, dass
das Projekt realisiert wird, freute sich der stellvertretende Calwer Landrat Roland
Bernhard am Ende der AG-Sitzung.
Gemeinden vernetzen sich
Die Freude Bernhards kommt dabei nicht von ungefähr: Mit Einrichtung des Infozentrums
wird die Region Nordschwarzwald nicht nur um eine touristische Attraktion reicher. Es
werde auch ein neues Netzwerk gesponnen, in dem sich der Naturpark Schwarzwald Mitte Nord,
die Kreise Calw und Rastatt sowie die Gemeinden Enzklösterle, Bad Wildbad und Gernsbach
auf besondere Weise engagieren. Für Martin Baumgartner, leitender Ministerialrat des
baden-württembergischen Ministeriums für Ernährung und ländlichen Raum, wird mit
Schaffung des Infozentrums ein außergewöhnliches Projekt realisiert, das in
seiner Form einmalig ist. Viele Themen treffen sich hier auf dem Kaltenbronn: Natur
und Tourismus, Baden und Württemberg sowie vieles andere mehr, so Baumgartner, der
unterstrich, dass Minister Peter Hauk das Vorhaben ausdrücklich gebilligt
hat. Dies nicht zuletzt, da die Verantwortlichen viele Ideen und ein gutes
über Landkreis- und kommunale Grenzen hinaus reichendes Konzept entwickelt
haben. Dass die Zusage der Mittel zeitlich begrenzt ist, garantiere zudem eine zügige
Umsetzung, denn: Es besteht für alle ein heilsamer Kooperations-Zwang.Dass
das Vorhaben mit dem Einsatz erheblicher Mittel gerade in Zeiten leerer Kassen im
Blickpunkt der Öffentlichkeit steht, dessen ist sich Baumgartner bewusst. Angesichts des
großen Besucherzuspruchs auf dem Kaltenbronn, sei dort aber die Schaffung eines
Infozentrums gerechtfertigt, zumal das Land schon länger über eine neue Nutzung des
einstigen Gästehauses nachgedacht habe.
Für den Freudenstädter Landrat Peter Dombrowsky als Vorsitzender des Naturparkvereins
steht außer Frage, dass der Naturpark alleine überfordert gewesen wäre, ein
solches Projekt zu finanzieren. Er begrüßte, dass es gelungen ist, Mittel über
das Leader+-Programm und das Land zu bekommen, denn der Kaltenbronn als
Hochmoor ist schon immer etwas ganz Besonderes für uns gewesen. Der Naturpark werde
sich daher auch bei der inhaltlichen Ausgestaltung des Infozentrums maßgeblich mit
einbringen.
Informationsbasis für Besucher
Klaus Haberecht, Dezernent des Amtes für Strukturförderung im Landkreis Ratsatt, will in
der Einrichtung künftig waldpädagogische Angebote in den Mittelpunkt stellen. Der
Gernsbacher Bürgermeister Dieter Knittel ist überzeugt davon, dass aus dem im
Moment noch kalten und leeren Gebäude bis zur Fertigstellung ein attraktives
touristisches Kleinod wird. Dieses solle in erster Linie den bereits jetzt jährlich rund
300 000 Besuchern des Kaltenbronns eine Informationsbasis zum Kennenlernen der regionalen
Eigenheiten bieten und darüber hinaus zum Besuchermagnet für weitere Gäste werden.
Schließlich müsse das hier vorhandene Potenzial genutzt werden
(Bernhard).Die Ausstellung in dem Gebäude, das ab dem kommenden Jahr grundlegend saniert
werden wird, ist als interaktive, lebendige und vielfältig erlebbare Schau mit
Toninstallationen, Text- und Infotafeln sowie unterschiedlichsten Ausstellungsstücken
geplant. Neben der Geschichte des Hochmoores auf dem Kaltenbronn und den verschiedenen
soll nicht zuletzt in humorvoller Weise das Verhältnis zwischen Württembergern und
Badenern aufgegriffen werden.Ralf Recklies
Erstellt am: 10.11.2005
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 09.11.2005
Eklat im Extremisten-Prozess
Pflichtverteidigerin des Holcaust-Leugners Ernst Zündel gleich zum Auftakt von ihrem
Mandat entbunden
BAD WILDBAD-CALMBACH/MANNHEIM. Mit Turbulenzen hat gestern vor dem Mannheimer Landgericht
der Prozess gegen den deutschen Holocaust-Leugner Ernst Zündel begonnen. Der Angeklagte
stammt aus Calmbach.
Zündels Anwältin Sybille Stolz verlor ihre Berufung zur Pflichtverteidigerin, der
rechtsextremistische Jurist Horst Mahler musste unter Zwangsandrohungen die
Verteidigerbank verlassen, und der Vorsitzende Richter Ulrich Meinerzhagen wurde mit einem
Befangenheitsantrag konfrontiert. Nach rund sechs Stunden mit mehreren Unterbrechungen
vertagte das Gericht die Verhandlung auf den 15. November. Ein zügiger Abschluss des
Verfahrens ist nicht in Sicht.
Treffpunkt der Rechtsextremen
Für die rechtsextremistische Szene war der Prozessbeginn gegen den aus Kanada
ausgewiesenen Zündel Anlass für ein Stelldichein. Auf den Zuschauerbänken nahm unter
anderen der wegen Volksverhetzung verurteilte Ex-NPD-Chef Günther Deckert Platz.
NPD-Vorstandsmitglied Thomas Wulff fungierte in der ersten Reihe als eine Art
persönlicher Beistand für einen der Wahlverteidiger, die Zündel engagiert hat. Andere
Zuschauer aus dem rechtsradikalen Spektrum machten sich durch lautstarke
Applausbekundungen für die Verteidigung bemerkbar. Richter Meinerzhagen musste mehrmals
mit der Räumung des Saales drohen, um eine einigermaßen ruhige Verhandlung zu
garantieren.
Beinahe zehn Jahre lang hat die Staatsanwaltschaft Mannheim gegen den 1939 geborenen
Zündel ermittelt, der als einer der aktivsten der so genannten Revisionisten gilt. Sie
wirft ihm vor, von Kanada und den USA aus weltweit die Ausschwitz-Lüge verbreitet zu
haben. Sowohl auf seiner Internet-Homepage als auch in seinen
Germania-Rundbriefen soll er nazistische und antisemitische Propaganda
betrieben und dabei den Massenmord an Millionen von Juden geleugnet haben. Zündel war im
Februar aus kanadischer Haft nach Deutschland abgeschoben worden. Der Prozess findet unter
massiven Sicherheitsvorkehrungen statt.
Bis zu fünf Jahre Haft
Zündel drohen bis zu fünf Jahre Haft, denn laut einem Grundsatzurteil des
Bundesgerichtshofs kann die Auschwitz-Lüge auch dann nach dem deutschen Strafgesetz
geahndet werden, wenn sie vom Ausland aus verbreitet wird.
Zur Verlesung seiner über 20-seitigen Anklageschrift kam der zuständige Staatsanwalt
Andreas Grossmann beim Prozessauftakt aber erst gar nicht.
Stattdessen lieferten sich Kammer und Verteidigung einen heftigen Schlagabtausch. Im
Mittelpunkt der Auseinandersetzung stand Horst Mahler, einst Unterstützer der
Terrororganisation RAF, heute ein Aushängeschild der rechtsextremen Szene. Der Jurist
hatte trotz eines gegen ihn verhängten Berufsverbots als angeblicher
Assistent von Zündels Anwältin Sylvia Stolz bei den Verteidigern Platz
genommen. Er könnte der Ghostwriter der Verteidigerseite sein, vermutet die
Staatsanwaltschaft. Das Gericht verbannte Mahler schließlich von der Verteidigerbank,
stieß damit aber auf heftige Gegenwehr. Erst als zwei Sicherheitsbeamte anrückten,
räumte Mahler freiwillig das Feld.
In einem weiteren Beschluss entschied das Gericht, Stolz von ihrer Berufung zur
Pflichtverteidigerin zu entbinden, weil sie weder eine geeignete Verteidigung noch ein
geordnetes Verfahren garantieren könne. Richter Meinerzhagen setzte sich damit einer
Tirade von Beschimpfungen aus.
Wahlverteidiger Jürgen Rieger, ebenfalls wegen Volksverhetzung verurteilt, sprach von
einem einzigen Skandal und sah die Verteidigung durch das Gericht
diffamiert. Die geschasste Pflichtverteidigerin erklärte, die Argumentation
des Gerichts müsse einem kranken Gehirn entsprungen sein.
Aussetzung des Verfahrens droht
Der Angeklagte kam kaum zu Wort. Er betonte lediglich, Stolz habe sein Vertrauen und werde
ihn weiter vertreten. Da das Gericht erwägt, einen neuen Pflichtverteidiger zu bestellen,
droht jedoch die Aussetzung des Verfahrens auf unbestimmte Zeit. Zunächst soll am 15.
November aber über den Befangenheitsantrag gegen Meinerzhagen entschieden werden, mit der
die Verteidigung die Gerichtsbeschlüsse gekontert hat.
09.11.2005
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 02.11.2005
Ganzes Dorf hilft beim Räumen
Altes Schulhaus in Sprollenhaus für den Abbruch vorbereitet 600 Kilo
Elektronikschrott beseitigt
BAD WILDBAD-SPROLLENHAUS. Der vorletzte Akt des inzwischen über 150 Jahre alten
Schulhauses von Sprollenhaus vor dem Abbruch hat begonnen: Es wurde ausgeräumt. Viele
Einwohner halfen mit.
In der Mitte des Orts steht das Schulgebäude, in welchem auch die Wohnung für den
Schulmeister eingerichtet ist. Außer den ortsangehörigen Kindern haben auch die von
Nonnenmiß, Sprollenmühle, Christophshof, Kälbermühle und Kohlhäusle die Ortsschule zu
besuchen.
So wird über das Schulhaus des Bad Wildbader Stadtteils Sprollenhaus in der
Beschreibung des Oberamts Neuenbürg aus dem Jahre 1860 berichtet. Schule
gehalten wurde in dem mehrstöckigen Gebäude bis Anfang der 70er-Jahre des 20.
Jahrhunderts in zwei Klassenzimmern. Dann wohnten bis vor etwa acht Jahren verschiedene
Asylantenfamilien dort.
Überrascht und erfreut
Doch die Tage des Schulhauses sind gezählt. Es wird abgebrochen (die PZ hat berichtet).
Doch zunächst muss ausgeräumt werden. Dem Aufruf zur Mithilfe an die Einwohner von
Sprollenhaus, Nonnenmiß und Christophshof waren erfreulich viele Einwohner gefolgt, unter
ihnen drei Mitglieder des Stadtrats, sowie Bürgermeister Walter Jocher.
Manfred Haag als Ansprechpartner und Koordinator der Räumung war gleichermaßen
überrascht und erfreut, wie gut und zügig gearbeitet wurde. Erstaunt waren alle Helfer,
was sich an Abfall in solch einem Gebäude im Laufe der Jahre ansammelt. Ein Raum war
vollgestopft mit ausgedienten Elektrogeräten, darunter vier Gefriertruhen,
drei Kühlschränke, alte Waschmaschinen, etwa 20 Staubsauger und Radios.
Insgesamt mehr als 600 Kilo Elektroschrott wurden auf dem Recyclinghof bei der Ablieferung
gewogen. Drei große Container mit insgesamt 110 Kubikmeter Fassungsvermögen waren zudem
randvoll mit Möbelteilen, Hausrat, 40 Autoreifen, jede Menge Papier, einiges an separat
zu entsorgendem Sondermüll und natürlich all den Dingen, die man im Allgemeinen bei
einem Umzug wegwirft oder eben wie hier zurücklässt. Wertvolles oder
Antikes war fast nicht zu finden, außer einer älteren Feuerwehrschiebeleiter aus Holz,
die allerdings den heutigen Sicherheitsvorschriften nicht mehr entspricht.
Hoffen auf neuen Dorfplatz
Auch das an das alte Schulhaus angebaute frühere Feuerwehrmagazin ist inzwischen fast
leer. Lediglich die alte fahrbare Rettungsleiter, übrigens in gutem Zustand, befindet
sich noch einige Tage dort, bevor Mitte November der eigentliche Abbruch beginnt.
Manfred Haag: Die Dorfgemeinschaft hat hervorragend funktioniert, es ist erfreulich,
dass so viele Helfer mit dabei waren. Für alle gabs anschließend ein Vesper,
und in Sprollenhaus hofft man, dass Bürgermeister Jochers Aussage auch verwirklicht wird:
im Mai soll der neue Dorfplatz, der an dieser Stelle geplant ist, fertig sein.
Erstellt am: 02.11.2005
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02.11.2005
Viel
Lob vom Landesvater für Bad Wildbad
Bad
Wildbad ist ein wunderbarer Ort und Bad Wildbad ist ein finanziell armer, aber
kulturell ein reicher Ort, schwärmte Ministerpräsident Günther H. Oettinger bei
der Auszeichnung kommunaler Bürgeraktionen am Samstag im Neuen Schloss und damit in der
guten Stube der Landesregierung. Immerhin war Bad Wildbad die einzige
Kleinstadt Baden-Württembergs, aus der auf Vorschlag von Bürgermeister Dr. Walter Jocher
gleich zwei solcher Aktivitäten öffentlich und von höchster Stelle gewürdigt wurden.
Insgesamt sechs Vorschläge, von denen zwei erfolgreich waren, hatte Bürgermeister Dr.
Walter Jocher, der auch in Stuttgart präsent war, den Auswahlkommissionen vorgelegt. Den
Freundeskreis Asyl und die AG Spurensuche des Enztal-Gymnasiums,
die wegen der alphabetischen Abfolge als erste von insgesamt 45 zu ehrenden Gruppen
aufgerufen wurde, und zwar mit Oberstudienrat Uli Blumenthal und Cosmas Weigel (Calmbach).
Stellvertretend für die weiteren AG-Mitglieder Dennis Bahr (Dobel), Alexander Fix
(Bieselsberg), Alexander Keppler (Calmbach), Timo Nowak (Dobel), Stephan Öhlschläger
(Schömberg), Alexander Schiele (Calmbach) und Thomas Schönbucher (Bieselsberg). Den
Ausführungen des Regierungschefs zufolge hat es sich die AG Spurensuche zur
Aufgabe gemacht, das vom Verfall bedrohte Erbe der Kurstadt Bad Wildbad zu wahren, den
Bürgern zugänglich zu machen sowie bei ihnen die Lust an der eigenen Geschichte zu
wecken. Darüber hinaus engagiere sie sich für die geologischen und botanischen
Besonderheiten des Orts.
Wiederum der alphabetischen Reihenfolge entsprechend wurde der Freundeskreis
Asyl als 26. Gruppe ausgezeichnet. Vertreten durch Monika von Pigage, Sabine
Meng-Anhalt und Uta Eichler als einige der Aktiven des Freundeskreises. Im Jahre 1999
gegründet mit dem Ziel, der zunehmend ablehnenden Haltung der Bevölkerung gegen die in
der Stadt eingerichtete Asylbewerberunterkunft entgegen zu treten und sich in der Lösung
von Problemen zu engagieren, wozu die Hausaufgabenbetreuung und Deutschkurse ebenso
zählen wie die Anlegung eines Grill- und Spielplatzes und das Bemühen um ein friedvolles
Zusammenleben der im Asylbewerberheim untergebrachten Menschen aus unterschiedlichen
Kulturkreisen. Damit habe der Freundeskreis Asyl, so der Ministerpräsident,
deutliche Zeichen von Toleranz und guter Partnerschaft gesetzt. Beide können etwas
davon lernen, die Asylbewerber und die Schwarzwälder, sagte Günther H. Oettinger
wörtlich.
Es war recht überraschend und hat mich sehr gefreut, sagte Oberstudienrat Uli
Blumenthal nach der Urkunden- und Plakettenverleihung durch Ministerpräsident Günther H.
Oettinger und sah darin einen Ansporn für die Schüler zum Weitermachen. Zumal es in Bad
Wildbad viel Historisches an Kultur und Geschiche gebe, das bisher zu wenig genützt
werde. Cosmas Weigel wertete die Ehrung als eine Bestätigung der Arbeit der AG
Spurensuche und ebenfalls als einen Ansporn zum Weitermachen. Ein auf den Nägeln
brennender Wunsch der Arbeitsgemeinschaft ist die Beschilderung des
historisch-biologischen-botanischen Wegs vom Bahnhof ins Rennbachtal und im Bereich der
Paulinenhöhe, für deren Finanzierung Sponsoren gesucht werden.- Man
freut sich über die Anerkennung der Arbeit insbesondere bei so vielen Aktivitäten im
Rahmen des bürgerschaftlichen Engagements. Woran zu sehen ist, dass auch in einer Stadt
mit wenig Geld eben durch einen solchen Einsatz etwas zu bewegen ist, sagte Monika
von Pigage nach der Ehrung.
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