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Schwarzwald

INTERESSANTES

*Presse * Blättle * Ein toller circus *
Bad-Wildbad im Enztal 

Wildbad News

Interessantes aus der Presse
.

Das Ganze ist sehr schwierig, und wir sind mittendrin.

Helmut Kohl

MAI 2006

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Pforzheimer Zeitung24.05.2006
VERSTÄNDLICHER    Unmut über Bau-Probleme
Verseuchter Boden und maroder Untergrund sorgen für Verzögerungen beim Bau des Wildbader Bahnhofsvorplatzes


BAD WILDBAD. Der Wildbader Gemeinderat ist verärgert: Der Abtransport von teerverseuchtem Boden am Bahnhofsvorplatz hat für erhebliche Verzögerungen des Baus gesorgt. Lidl streitet sich mit der Bahn um die Kosten.

„Das Problem liegt nicht zuletzt in der Art, wie das Bauprojekt angegangen wurde“, ärgert sich CDU Gemeinderat Martin Keppler in der Sitzung. Der Gemeinderat sei über den Verlauf der Bauarbeiten nicht ausreichend informiert worden. Nun werde der Rat mit zahlreichen Problem, die sich bei den Bauarbeiten ergeben haben, konfrontiert. Vor allem die zeitliche Verzögerung verärgert manches Mitglied in Anbetracht der bevorstehenden Kursaison.

Auf Altlasten gestoßen

Als die Baggerarbeiten Mitte März auf dem früheren Gelände der Bahn begonnen haben, wurde ein hoher Teergehalt im Boden festgestellt. „In den 60er und 70er Jahren wurde vermutlich immer wieder neu über den Boden asphaltiert“, erklärt Olaf Rabener, Immobilienleiter bei Lidl. „Wir mussten den Boden also entsorgen.“ Die Verzögerungen ergaben sich vor allem aus Verhandlungen über die Kosten des Abtransports, die mit mehreren Bauunternehmungen geführt worden seien.
„Letztendlich haben wir 40 Euro anstatt 117 Euro je Tonne bezahlt.“ Bei 700 bis 800 Tonnen sind das für Lidl immer noch zusätzliche Entsorgungskosten von rund 32 000 Euro. ?
„Wir werden versuchen, jeden Cent, den wir für den Abtransport bezahlen mussten, vom Grundstückeigentümer, der Bahn, zurückzubekommen.“ Rabener weist darauf hin, dass es in den Verträgen zwischen Lidl und der Bahn Altlastenregelungen gibt, die in diesem Fall möglicherweise greifen.

Fritz Eitel (UBKL) ist dennoch sauer. Er könne zwar nachvollziehen, woraus sich die Verzögerungen ergeben haben. Dennoch befänden sich die Wildbader in einer wirklich misslichen Lage. Das Postamt sei nur schwer erreichbar, es gebe keine Busparkplätze und die Straße könne auch nicht sicher überquert werden. „Der Bahnhofsvorplatz wird – so wie ich das sehe – wohl eher ein Weihnachtsgeschenk werden“, schimpfte Eitel. Ebenso wie sein Kollege Keppler regt er sich darüber auf, dass der Gemeinderat nicht rechtzeitig über diese Punkte informiert worden sei. Doch Rabener beruhigte: „Unsere Priorität liegt auf der Fertigstellung des Bahnhofsvorplatzes.“ Bis Ende Juli sei die Funktionalität gegeben. Schließlich sei auch Lidl an einem schönen Platz und Eingang für Bad Wildbad interessiert.In den kommenden Tagen werde die Baustelle für Rollstuhlfahrer außerdem barrierefrei gemacht, um ihnen den Zugang zum Bahnhof zu erleichtern.

Maroder Untergrund

Der Lidl Markt selbst könne vermutlich erst Ende November eröffnet werden. „Der Projektträger ist also am schlechtesten dran“, sagte Rabener. Aber auch an anderer Stelle gibt es Probleme, die Zeit kosten: Die Vordachabstützungen des Bahnhofsgebäudes aus dem Jahr 1861 stehen auf Sandstein, der langsam aber sicher zerbröselt (die PZ berichtete). Die Bahn möchte sich allerdings an den Kosten für die Sanierung ihres Gebäudes nicht beteiligen.

Der Projektträger Lidl belässt nun den Asphalt in diesem Bereich einfach, um nicht auf weitere, instabile Stellen zu stoßen. „Wir geben das Geld lieber für Parkbänke aus, anstatt das Gebäude der Bahn zu sanieren“, so Rabener.

Erstellt am: 26.05.2006

Pforzheimer Zeitung24.05.2006
Rollenwechsel im Wildbader Kino
Noch-Betreiberin Annegret Schuhmann hat einen Käufer für das Filmtheater im Haus des Gastes gefunden

BAD WILDBAD. Im Kino von Bad Wildbad werden auch künftig die Projektoren laufen: Nachdem das Filmtheater von der Schließung bedroht war, hat sich nun ein Käufer für die beliebte Freizeiteinrichtung im Haus des Gastes gefunden.

Annegret Schuhmann ist die Erleichterung deutlich anzuhören. „Gott sei Dank kann Bad Wildbad sein einziges Kino behalten“, sagt die Betreiberin des „Kino Treffs“ in der Kur- und Bäderstadt. Am Montagabend hatte sich die Mutter von zwei Kindern mit einem möglichen Interessenten getroffen und gestern Mittag kam dann der erlösende Anruf: Ein Mann aus Birkenfeld, der noch ungenannt bleiben möchte, will das Filmtheater im Haus der Gastes übernehmen.

Annegret Schuhmanns Angaben zufolge wird das Kino wahrscheinlich während der Fußball-WM vier Wochen lang geschlossen bleiben. „Und dann Anfang Juli vom neuen Betreiber wiedereröffnet“, erklärt sie.

Lange Suche nach Nachfolger

Mit einem Verkauf an den Birkenfelder Interessenten hat der „Kino Treff“ in der Stadtmitte wieder eine Zukunft. Danach hatte es eine ganze Weile nicht ausgesehen. Denn nach dem Tod ihres Mannes hatte sich Annegret Schuhmann entschlossen, das Kino aufzugeben, um mehr Zeit für ihre beiden Kinder zu haben. Doch sie fand keinen Nachfolger für das Lichtspieltheater (PZ hat berichtet).

Zwar gab es mit einer Wildbader Familie schon vor einigen Wochen einen möglichen Interessenten, aber eine Übernahme des Filmbetriebs scheiterte an der Finanzierung – auf rund 25 000 Euro hatte die Betreiberin die Kosten für die Ausstattung beziffert. Hätte sich bis Ende Mai kein Käufer gefunden, hätte Annegret Schuhmann die Ausstattung einzeln verkaufen müssen – für sie ein schlimmer Gedanke. „Es wäre ein großes Manko gewesen, wenn wir hier kein Kino mehr hätten“, sagt sie auch im Hinblick auf die vielen Kur- und Reha-Gäste, die das Angebot schätzten.

Dank des Käufers aus Birkenfeld ist für Schuhmann die Ideallösung gefunden. Zwar gebe es bislang nur mündliche Absprachen. Doch die Noch-Besitzerin geht davon aus, dass der neue Betreiber das Kino in ihrem Sinne fortführen wird.

Das gelte beispielsweise für die Auswahl der Filme. Seitdem Annegret Schuhmann das Filmtheater 2002 übernommen hat, spielte sie in dem Saal mit seinen 72 Plätzen vor allem anspruchsvollere Filme – am Wochenende bis zu drei Vorstellungen. Ihr Angebot brachte dem „Kino Treff“ zwei Auszeichnungen der Film- und Mediengesellschaft Baden-Württemberg.

Da sie in die Ausstattung eine ganze Menge investiert habe, glaubt sie, dass sich daran wenig ändern wird. Annegret Schuhmann freut sich für die Wildbader: „Nachdem das Aus für das Kino drohte, habe ich viel positive Rückmeldung bekommen. Die Leute schätzen das Kino, weil es so kuschelig ist.“


Erstellt am: 24.05.2006

12.05.2006

Zimmerpreis nach Gewicht

Eine außergewöhnliche Aktion hat dem Hotelier Jürgen Heckrodt aus dem ostfriesischen Städtchen Norden einen ebenso außergewöhnlichen Werbeerfolg beschert. Denn in seinem „Hotel Ostfriesland“ zahlt der Gast nach Gewicht. Je weniger der Kunde wiegt, umso günstiger wird das Zimmer. Jedes Kilo Lebendgewicht bedeutet 50 Cent für eine Übernachtung mit Frühstück. Allerdings müssen auch gewichtige Gäste nicht mehr bezahlen als den Normalpreis von 39 Euro fürs Einzel- und 74 Euro fürs Doppelzimmer.

Ausgangspunkt dieser Aktion war ein Scherz, erklärt Heckrodt in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung: „Einer Urlauberin, die immer dicker wurde, habe ich im Scherz mal gesagt: „Bald musst Du aber draufzahlen.“ Die war mir aber nicht böse – und ein Jahr später waren bei ihr 35 Kilo runter. „Nun will ich aber weniger zahlen“, forderte Sie deshalb. Das fand ich in Ordnung und so kam ich auf die Aktion.“

Inzwischen steht bei Hotelier Heckrodt das Telefon nicht mehr still, Interviewanfragen kommen von der New York Times oder von der amerikanischen Fernsehstation CBS. Rekrutierten sich seine Gäste vorher eher aus dem Ruhrgebiet, gibt es inzwischen sogar Anfragen aus Japan. Jürgen Heckrodt überlegt deshalb, ob die Aktion, die vorerst am 15. Mai endet, nicht zur Dauereinrichtung werden soll. Denn letztlich geht es dem Hotelier auch um die Gesundheit seiner Gäste: „Schlanke Gäste leben länger und können öfter wiederkommen“. Dazu passt auch das Angebot des Hotels. Zum Frühstück gibt es viel Rohkost und Obst, auch Nordic-Walking-Touren werden angeboten. Gewogen wird aber zu Beginn des Urlaubs. Niemand soll einen Aufpreis zahlen, weil er wegen des guten Essens und der guten Luft in Deutschlands Norden ein paar Kilo zugelegt hat.

Seine Gäste, auch die etwas beleibteren, nehmen die Aktion mit Humor, sagt Heckrodt. Kein Gast sei bisher deshalb weggeblieben. Lediglich drei böse Briefe habe er bekommen, in denen ihm eine Diskriminierung dicker Gäste vorgeworfen wurde, sagte Heckrodt der Süddeutschen Zeitung.

© Hoga-young-professional 2006

Wildbader Anzeigenblatt 17.05.2006
Neue Wohnmobil-Parkplätze in bester Lage
Optimale Verhältnisse für einen Urlaub mit dem Wohnmobil bietet die Stadt Bad Wildbad seit gestern nur etwa 500 Meter vom Stadtzentrum entfernt und doch im Grünen. Mit den am Freitagvormittag offiziell eröffneten Wohnmobil-Stellplätzen an der Kernerstraße mit direktem Zugang zum Kurpark und in der Nähe der Tennisanlage, der Reithalle, des Sportplatzes und der Tennishalle sowie mit einem schönen Ausblick in den Kurpark und zum Sommerberg.
Bisher hatten Wohnmobilisten die Möglichkeit, in einer weniger attraktiven Umgebung beim Sportplatz zu parken. „Ich glaube, die Lage ist traumhaft“, schwärmte Bürgermeister Dr. Walter Jocher deshalb bei der offiziellen Eröffnung der Wohnmobil-Stellplätze. „Ein Wohnmobil-Stellplatz ist notwendig, wenn man touristisch in vorderer Front mitgehen will“, war von Staatsbad-Geschäftsführer Frank Rieg zu hören. Insbesondere unter dem Aspekt, dass Wohnmobil-Touristen Erhebungen zufolge bis zu hundert Euro täglich an ihrem Standort ausgeben, weshalb er in Anwesenheit aller an der Anlegung des Platzes Beteiligten diesen als „enormen Umsatzbringer für Bad Wildbad“ bezeichnete und sogar im Falle eines zunehmenden Bedarfs eine Erweiterung der jetzigen 15 Plätze stadteinwärts auf bis zu 50 Plätze für möglich erachtete. Dabei legten er, Bürgermeister Dr. Walter Jocher und Verkehrsdirektor Alfred Dath besonderen Wert auf die Feststellung, dass Wohnmobilisten mit anderen Gästen des Staatsbads gleichgestellt sind und damit auch Anspruch auf die Bonus-Card haben. Mit freier Bergbahnfahrt, mit kostenlosen Busfahrten in den Kreisen Calw und Freudenstadt und Stadtbahnfahrten bis zur Haltestelle „Eyachbrücke“, mit halben Eintrittspreisen ins „Palais Thermal“ (Vier-Stunden-Karte) und in die „Vital Therme“ sowie mit kostenlosem Eintritt ins Calmbacher Waldfreibad und ins Heimat- und Flößermuseum in Calmbach.
Als kundiger und erfahrener Berater bei der Anlegung der Wohnmobil-Stellplätze auf dem im Eigentum des Landes Baden-Württemberg befindlichen Platz engagierte sich der Calmbacher Harald Hermann, der nicht nur seinen Urlaub im Wohnmobil im Inland und Ausland verbringt, sodern mit seinem derzeit dritten Fahrzeug mehr als zehn Mal jährlich unterwegs ist. Von wenn auch nur kleineren baulichen Problemen berichtete Bauunternehmer Alfred Etzel jun. Bedauerlicherweise, jedoch nach den Ausführungen von Ordnungs- und Sozialamtsleiter Frank-Olaf Wilhelm aus rechtlich nachvollziehbaren Gründen hat die Verkehrsbehörde des Landratsamts Calw die Aufstellung von Hinweisschildern an der Bundesstraße 294 in Calmbach abgelehnt.
Die Anlegung der Wohnmobil-Stellplätze ließen sich die Stadt Bad Wildbad und das Staatsbad rund 45 000 Euro kosten. Finanziert aus einem gemeinsamen Fördertopf, in den acht Prozent des jährlichen Kurtaxeaufkommens fließen und dessen Ansparsumme für Attraktivierungsmaßnahmen im Bad Wildbader Tourismus verwendet wird wie beispielsweise zur anteilmäßigen Finanzierung des Velo-Busses und der Wetterstation. Der neue Wohnmobil-Stellplatz weist insgesamt 15 markierte Plätze auf, davon drei für eine Wagenlänge bis zu neun Metern. Erhalten werden konnten auf dem großen Platz 26 PKW-Parkplätze. Die für einen Wohnmobil-Stellplatz erforderliche technische Infrastruktur beinhalten zwei Säulen mit Stromanschlüssen für jeweils acht Fahrzeuge und eine Ver- und Entsorgungsstation für Wasser und Abwasser, die gegen eine Gebühr von einem Euro für hundert Liter Wasser und für die Beseitigung des Abwassers benützt werden kann. Die Gebühr für eine Nutzung des Platzes bis zu 24 Stunden beläuft sich auf fünf Euro zuzüglich der Verbrauchsgebühren. Die Aufenthaltsdauer ist auf maximal drei Tage begrenzt, um den Campingplätzen keine Konkurrenz zu machen. An einem Automat können die Wohnmobilisten gegen eine geringe Gebühr den Bad Wildbad-Prospekt mit Stadtplan und Unterkunftsverzeichnis sowie das „Thermen-Journal“ erhalten. Womit der in Calmbach abgebaute Automat weiter sinnvoll genützt werden kann.

Schon 1998 wurde Dr. Jocher von mir gebeten, sich für Wohnmobil-Reisende die Bad Wildbad besuchen
wollen einzusetzen.
http://bad-wildbad.info/pefri-1998.htm                                    
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Wildbader Anzeigenblatt 13.05.2006
Sana-Kliniken reichen heute Bauantrag für Erweiterung ein
Am heutigen Freitag will Carsten Dürr, Geschäftsführer der Wildbader Sana-Kliniken, sein Baugesuch für einen Erweiterungsbau bei der Stadt einreichen. Für diesen Neubau muss die Kurverwaltung abgerissen werden (das Wildbader Anzeigenblatt berichtete). Wie die Sana-Kliniken auf Anfrage weiter mitteilten, kalkuliert die Einrichtung mittlerweile mit Kosten in Höhe von 28 Millionen Euro. Bislang waren 23 Millionen Euro eingeplant. In welcher Höhe sich das Land Baden-Württemberg an den Kosten beteiligt, steht noch nicht fest. Eine Bezuschussung hat die Klinik am Mittwoch beim Sozialministerium des Landes beantragt. Anfang Oktober soll die Kurverwaltung abgerissen werden. Mitte November soll mit dem Rohbau begonnen werden.

Erstellt am: 13.05.2006

Dank deutscher, schwäbischer, wildbader Gründlichkeit liegen zwischen Planentwicklung
und Realisierung des Bauantrags 5 Jahre.

\inter-januar-2001.htm
\inter-dezember-2001.htm
\inter\extraseite-pz-10.htm
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Pforzheimer Zeitung 10.05.2006
Bürgermeisterwahlen: „Bad Wildbad ist im Aufschwung“
Bad Wildbads Bürgermeister Walter Jocher zieht nach erster Amtszeit positives Fazit


Die Kontinuität bewahren: Dies hält Walter Jocher für einen guten Grund, ihn am 23. Juli erneut zum Bürgermeister von Bad Wildbad zu wählen. „Und außerdem kann man der Stadt auch Kosten sparen, weil bei einer Abwahl ja Pensionsverpflichtungen fällig würden“, nennt der 57-jährige Rathauschef mit einem Schmunzeln einen weiteren Grund.

Jochers Ansicht nach kann er aus seiner ersten Amtszeit eine gute Bilanz vorweisen: Stadtbahn, die Weiterveräußerung des Bundeswehrkrankenhauses, der Abschluss der Innenstadtsanierung oder die Abrechnung des Tunnels seien Punkte, auf die der Bürgermeister zufrieden zurückblickt. „Bad Wildbad ist in einer Aufschwungphase“, sagt Jocher. In einem Gewaltakt habe man den Haushalt wieder auf Kurs gebracht, und viel Überzeugungsarbeit leisten sowie Abstriche machen müssen. Jocher bestreitet jedoch, dass es so mancher Diskussion an Sensibilität gefehlt habe.

„Die drohenden Einrichtungsschließungen aus der desolaten Haushaltslage heraus haben Schockeffekte ausgelöst“, räumt der Verwaltungschef ein. Er bezweifle jedoch, dass es ohne diese Schockeffekte zu einer derartigen Mobilisierung der Bevölkerung und viel bürgerschaftlichem Engagement beispielsweise bei der Trinkhalle oder den Bädern gekommen wäre.

Weit von sich weist er auch den Vorwurf, das im vergangenen Wahlkampf angekündigte Marketing-Konzept nicht verfolgt zu haben. Hier seien eben Gelder für ein Außenmarketing nicht zur Verfügung gestanden. Und obwohl manche in Bad Wildbad bemängeln hat, das Leitbild dümple momentan vor sich hin, betont Jocher, dass man vieles umgesetzt habe. Nur eben mitunter mit anderen Finanzierungsmitteln.

Die zum Teil heftigen Auseinandersetzungen mit Teilen des Gemeinderats führt Jocher auf Einzelne zurück, die „Stimmung machten“, und vermisst bei manchen Entscheidungen ein größeres Kostendenken. Was das Klima im Gemeinderat angeht, hält es der Vater von zwei Kindern mit dem Fußball: „Ein Teamspiel wird auch nicht dadurch besser, dass man den Trainer auswechselt“, sagt Jocher und kommentiert die Kandidatur seines Kollegen Klaus Mack aus dem Nachbarort Enzklösterle nur mit den Worten: „So etwas macht man nicht“.

Erstellt am: 10.05.2006

Pforzheimer Zeitung 10.05.2006
Bürgermeisterwahlen: „Mit Ideen in die Offensive gehen“
Verwaltungswirt Klaus Mack kandidiert für Bad Wildbad


Eine Kommunalverwaltung muss schlagkräftig, effizient, schlank und bürgernah sein. Davon ist Klaus Mack überzeugt. „Um diese Ziele umzusetzen braucht Bad Wildbad einen engagierten Verwaltungsfachmann an der Spitze“. Und deshalb bewirbt sich Enzklösterles Bürgermeister für den Chefsessel im Bad Wildbader Rathaus. (PZ hat berichtet).
„Wir brauchen mehr Aufbruchstimmung in Bad Wildbad“. Der 33-jährige Verwaltungsfachmann ist sich sicher, dass man aus Bad Wildbad mehr machen kann. Das ist eine Herausforderung, die er gerne annehmen möchte. Vor finanziellen Engpässen im Stadtsäckel fürchtet sich der Bürgermeisterkandidat keineswegs. Auch mit wenig finanziellen Mitteln könne man etwas bewegen, so Mack. Das habe er auch bereits in Enzklösterle bewiesen.

Investitionen seien nur mit entsprechenden Zuschussmitteln möglich. „Die Verhandlungen dafür sind Chef-Sache“, so Walter Jochers Herausforderer. Mack stellt dabei klar, dass er über die notwendigen Kontakte zu den entsprechenden Stellen verfüge.

Der Verwaltungsfachmann möchte im Bad Wildbader Rathaus klare Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten schaffen. Nur mit neuen Strukturen könne die Stadt die nötigen Voraussetzungen schaffen, um die Ideen und Projekte der Zukunft erfolgreich umzusetzen.

Änderungsbedarf sieht der 33-Jährige in Bad Wildbad auch in anderen Bereichen. „Der Tourismus darf nicht mehr verwaltet werden, sondern muss mit Ideen in die Offensive gehen. Ich möchte, dass Bad Wildbad im Tourismus des Landkreises wieder die Führungsrolle übernimmt“. Bad Wildbad habe eine unverwechselbare Historie.

Als Staatsbad mit Tradition verfügt die Stadt über eine Infrastruktur die ihresgleichen in Baden-Württemberg und darüber hinaus suche. Die Vermarktung jedoch müsse verbessert werden.

Der 33-jährige Kandidat möchte Bad Wildbad außerdem als Wohnort mit Zukunft positionieren. „Dazu gehört erschwingliches Bauland für junge Familien und seniorengerechte barrierefreie Wohnungen in der Stadtmitte“.
Zudem müssten für die Stadtteile eigene Profile entwickelt und umgesetzt werden.

Erstellt am: 10.05.2006

Pforzheimer Zeitung 08.05.2006
Neuenbürg noch ohne Bewerber
In Bad Wildbad und Dobel fordern Gegenkandidaten die amtierenden Bürgermeister heraus –  „Zeitpunkt ist Frage der Taktik“


NEUENBÜRG/BAD WILDBAD/ DOBEL. Für mehrere Bürgermeisterwahlen hat gestern die Bewerbungsfrist begonnen. Während es in Neuenbürg noch keine Kandidaten gab, lagen in Bad Wildbad und Dobel Umschläge im Briefkasten.

Wenig überraschend, dass sie in Bad Wildbad die Bewerbungen von Walter Jocher und Klaus Mack enthielten. Hatten doch der amtierende Bürgermeister der 11 250 Einwohner zählenden Kurstadt und der Schultes von Enzklösterle ihre Kandidatur bereits angekündigt (PZ hat berichtet).
Auch der selbst ernannte Realsatiriker Fozzo wollte bei der Bürgermeisterwahl ins Rennen gehen. Gestern jedoch lag von ihm noch kein Schreiben vor.

Da Klaus Macks und Walter Jochers Bewerbungen zeitgleich im Bad Wildbader Rathaus eingegangen sind, muss nun das Los entscheiden, welcher Name bei der Wahl am 23. Juli als erster auf dem Stimmzettel erscheint.

Erstellt am: 09.05.2006

 Wildbader Anzeigenblatt10.05.2006
Los entscheidet über Reihenfolge der Bürgermeister-Bewerber

Zwei Bewerbungen zur Bad Wildbader Bürgermeisterwahl am 23. Juli befanden sich bei Dienstbeginn am Dienstagmorgen im Briefkasten des Wildbader Rathauses. Wie zu erwarten war, sind Bürgermeister Klaus Mack und der amtierende Bürgermeister Dr. Walter Jocher die ersten Bewerber.
Nach der Stellenausschreibung war der Dienstag der erstmögliche Bewerbungstag. In Wildbad wurde der Briefkasten um 7.30 Uhr von Fritz Eitel, erster Bürgermeister-Stellvertreter und Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses, im Beisein von Edwin Mössinger geöffnet. In Calmbach erledigten dies Frank-Olaf Wilhelm als Ordnungs- und Sozialamtsleiter zusammen mit der Auszubildenden Julia Manz, ohne eine weitere Bewerbung vorzufinden. Nachdem Klaus Mack, Bürgermeister in Enzklösterle, seine Bewerbung in der Nacht zum Dienstag um 0.05 Uhr und der amtierende Bürgermeister Dr. Walter Jocher die seinige um 6.25 Uhr eingeworfen hatte, und damit beide Bewerbungen bei Dienstbeginn zeitgleich vorlagen, muss nach den kommunalwahlrechtlichen Regelungen über die offizielle Reihenfolge der Bewerber beispielsweise auch auf dem Stimmzettel das Los entscheiden. Gezogen wird dieses nach Ablauf der Bewerbungsfrist bei der Sitzung des Gemeindewahlausschusses am 29. Juni. Wie von Frank-Olaf Wilhelm zu erfahren war, findet die öffentliche Bewerber-Vorstellung am 15. Juli statt.

Pforzheimer Zeitung 08.05.2006
Reger Trubel herrschte in Wildbad
Organisatoren zufrieden: Verkaufsoffener Sonntag und Kunsthandwerkermarkt lockten viele Besucher ins Enztal


BAD WILDBAD. „Heute ist ein außergewöhnlicher Tag mit außergewöhnlichem Wetter und außergewöhnlicher Stimmung“, freute sich Günter Haag vom Kurverein über den großen Zulauf beim verkaufsoffenen Sonntag.

„Ich bin glücklich und zufrieden“, fasste Günter Haag als Sprecher der Sparte Einzelhandel im Bad Wildbader Kurverein den sehr guten Besuch beim verkaufsoffenen Sonntag gestern im Staatsbad zusammen. Und einmal mehr zeigte sich durch die Besucherströme, dass Wildbad mit seiner schönen Altstadt und dem Flair in der Fußgängerzone für viele Menschen ein begehrtes Ausflugsziel ist.

Lachende und fröhlich jauchzende Kinder tummelten sich im Karussell auf dem Kurplatz, aßen gebrannte Mandeln und viele Besucher verweilten nach ausgiebigem Einkaufen auch auf den Bänken vor der evangelischen Stadtkirche oder in den Straßencafés.

Von Schulklassen gab es bunte Stände, Lose und frisch gebackene Waffeln. Strahlender Sonnenschein, frühlingshafte Temperaturen und das breit gefächerte Angebot von den rund 40 teilnehmenden Betrieben ließen die Herzen der vielen Besucher ebenfalls höher schlagen.

Bei der Reservistenkameradschaft Oberes Enztal unterhielt in der Fußgängerzone zudem ein Akkordeonspieler mit fröhlichen Weisen. Außerdem bekommt man bei den Reservisten immer eine besonders gute Rote Wurst. Bleibt das Fazit, dass man in Wildbad einmal mehr Sonne, Wärme, Abwechslung und gute Unterhaltung beim verkaufsoffenen Sonntag gefunden hat.

Denn überall traf man gut gelaunte Bekannte und Freunde aus der Region, die sich die neue Frühjahrs- und Sommermode, Geschenke oder andere Waren der Wildbader Geschäfte anschauten, in der Sonne verweilten oder in aller Ruhe ein Viertele Wein, Tässchen Kaffee oder Stück Kuchen genossen.

Und sich im herzhaften Plausch über Gott und die Welt und die Neuigkeiten bei der Bürgermeisterwahl dieses Jahr in Bad Wildbad austauschten.Beim Kunsthandwerkermarkt im Kurhaus, organisiert von Andrea Hass und Sigrid Haberer, die über die Durchführung im Kurhaus sehr zufrieden sind, zeigten 40 Aussteller ihre Angebote.

Ob es nun um Bürsten und Besen ging, um Hobbyuhren, Mosaiken, kleine und große Aquarelle, eine Bärenwerkstatt, herrliche Fotografien, Perlen, Mineralien, Heilsteine oder Holzspielzeug des Pfadfinderbunds Süd Pforzheim – alles war kunstgewerblich hergestellt und keineswegs Einheitsware. Die Aussteller und Verkäufer kamen aus dem gesamten südwestdeutschen Raum, und die Organisatorinnen legten Wert darauf, dass das Angebot vielseitig ist, was man als durchaus gelungen feststellen konnte.

Das Kurorchester unter der Leitung von Marcel Baluta konzertierte im Rahmen dieser Veranstaltung am Samstag und am Sonntag und Werbe- und Veranstaltungsleiter Winfried Hahner stellte in Interviews einnige Aussteller und ihr Angebot vor.

Erstellt am: 08.05.2006

Pforzheimer Zeitung 04.05.2006
Start frei für sportliche Radler
Eröffnung der Mountainbike-Arena Murg-Enztal am Samstag – 800 Kilometer beschilderte Wege

KREIS CALW. „Die Montainbike-Arena Murg-Enztal ist für uns eine wichtige Ergänzung in der vorhandenen Infrastruktur für unsere aktiven Gäste“, sagt Enzklösterles Kurgeschäftsführer Karsten Schöpfer.

Die sieben Schwarzwald-Gemeinden Enzklösterle, Bad Wildbad, Gernsbach, Seewald-Besenfeld, Forbach, Weisenbach und Loffenau eröffnen am kommenden Samstag, 6. Mai, zusammen mit der Leader+-Aktionsgruppe Nordschwarzwald und dem Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord die Mountainbike-Arena Murg-Enztal auf dem Kaltenbronn, Parkplatz Schwarzmiss.

Mit dem Leader+-Pilotprojekt „Mountainbike-Arena Murg-/Enztal“ wurde eines der größten Mountainbike-Wegenetze in Baden-Württemberg geschaffen und die Grundlage für eine Vielzahl weiterer Mountainbike-Projekte im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord gelegt. „Damit hoffen wir eine weitere Zielgruppe zu erschließen“, erklärt Schöpfer weiter. Enzklösterle, aber auch Bad Wildbad haben Wanderern eine Vielzahl an abwechslungsreichen und beschilderten Wegen zu bieten und der Enztalradweg ist für die Tourenradler gedacht.

Abwechslungsreiches Terrain

Rund 800 Kilometer beschilderte Mountainbikewege führen jetzt durch das Murg- und Enztal. Anspruchsvolle Singletrails, abwechslungsreiches Terrain, atemberaubende Abfahrten und GPS-Routing erwartet die Fahrer. Das heißt: Fahrspaß für alle Leistungsklassen, vom Anfänger bis zum Profi.

Eine neu entwickelte Mountainbike-Karte mit ausgewählten Tourenbeschreibungen sowie die Möglichkeit, ausgewählte Routen GPS-gesteuert abfahren zu können runden dieses neue Freizeitangebot ab. Übersichtstafeln werden an wichtigen Punkten, etwa Bushaltestellen, in den einzelnen Gemeinden aufgehängt. Zudem geben die Kommunen GPS-Geräte aus.

Zur Eröffnung am 6. Mai gibt es ein buntes Rahmenprogramm. Mit dabei sind die dreifache Radcross-Weltmeisterin Hanka Kupfernagel und die Funky-Bike-Boys.

Die Gemeinden bieten für alle Sportbegeisterten Eröffnungs-Sternfahrten auf den Kaltenbronn an. Für das leibliche Wohl wird mit einem speziellen Power-Frühstück und einem so genannten Fitness-Mittagessen gesorgt.

Geboten werden außerdem spektakuläre Mountainbike-Showeinlagen, präsentiert von den Funky-Bike-Boys, eine GPS-Schatzsuche und umfassende Informationen rund um die neusten Montainbikes und GPS-Geräte.

Auch das Thema Radfahren und Naturschutz kommt nicht zu kurz. Förster des Kreisforstamts Rastatt und Wildtierbeauftragte werden zu diesem Thema informieren.
Eric Prienzinger & Band treten als freche Elvis-Interpretation auf.

Die Veranstaltung beginnt um 10 und endet gegen 16 Uhr.

Informationen zu den
Angeboten gibt es bei der
Kurverwaltung Enzklösterle
Telefon 07085  7516

E-Mail: info@enzklösterle.de oder bei Touristik Bad Wildbad, Telefon  07081 10280
E-Mail: touristik@bad-wildbad.de .    Weitere Infos: www.bikearena-murgenz.de

Erstellt am: 04.05.2006

Pforzheimer Zeitung 04.05.2006
Freizeitläufer in den Startlöchern
500 Teilnehmer werden beim Wildbader Thermenlauf am 20. Mai erwartet

BAD WILDBAD. Am Samstag, 20. Mai, findet der mittlerweile sechste Wildbader Thermenlauf statt. Start ist um 13.40 Uhr. „Wir rechnen mit 400 bis 500 Teilnehmern“, sagt Beate Braun, Vorsitzende der Abteilung Leichtathletik im Turn- und Sportverein (TSV) Wildbad, die diesen Freizeitlauf für Sportler aus der ganzen Region ausrichtet.

Die Schüler, die auf dem Sportplatz in Wildbad trainieren, bereiten sich derzeit schon vor und üben schon fleißig, um ihren Verein würdig zu vertreten. Neben dem vierten Lauf zum Alb-Nagold-Enz Cup 2006 finden an diesem Samstag auch Bambini-, Schüler-, Staffel-, Jux- und diesmal Freizeit- und Hauptlauf zusammen um 15.30 Uhr über vier Runden und insgesamt zehn Kilometer statt.

Vom Kurplatz durch die Wilhelmstraße, über die Wilde-Mann-Brücke und die König-Karl-Straße zurück wird gerannt. Der Hauptlauf in allen Straßen führt dann auch noch durch den Kurpark. Alles, was laufen kann, sei derzeit aufgefordert, sich zu melden. Bei den Bambinis bekomme jeder einen Preis. Bei den Schülern erhalten die ersten drei Medaillen und im Freizeit- und Hauptlauf werden die Sieger mit Sachpreisen von Sponsoren ausgezeichnet.

Zudem gibt es von der Leichtathletikabteilung auch ein buntes Beiprogramm auf dem Kurplatz mit Verköstigung und Blasmusik von der Stadtkapelle Wildbad unter Leitung von Martin Koch. Die Altersskala der Freizeitsportler liegt zwischen vier und 80 Jahren.

Wer sich anmelden will, kann dies bis 18. Mai und beim Lauf selbst noch bei Beate Braun
unter der Telefonnummer  07081 3169  tun. Oder unter email WB.Braun@t-online.de

Erstellt am: 05.05.2006

Pforzheimer Zeitung 04.05.2006
Unmut über „unsolide“ Planung
Gemeinderat Bad Wildbad sieht im Entwurf zum Bebauungsplanverfahren „Laienbergstraße“ viele Probleme vorprogrammiert

BAD WILDBAD. Das Bebauungsplanverfahren „Laienbergstraße–Nördlicher Bereich“ wird nicht bis Ende Juli abgeschlossen sein. Der Gemeinderat lehnte eine Entscheidung zu dem vorgelegten Verwaltungs-Entwurf ab.

Verschiedene Gründe führten dazu, dass der Bad Wildbader Gemeinderat nicht über den Bebauungsplanentwurf abgestimmt, sondern diesen an den Fachausschuss verwiesen hat. Denn auch wenn das Gremium bei seiner Sitzung im Juni 2004 entschieden habe, der Bebauungsplan solle bis Ende Juli 2006 verabschiedet sein, „so kann ich dem jetzt vorgelegten Planentwurf nicht guten Gewissens zustimmen“, erklärte Fritz Eitel als UBKL-Sprecher.

So etwas habe er in 35 Jahren Gemeinderat nicht erlebt, polterte der stellvertretende Bürgermeister, der die von Stadtbaumeister Peter Jung-Teltschik vorgestellte Planung als nicht solide bezeichnete: „Obwohl wir dafür ausreichend Zeit gehabt hätten“.

Noch keine Kosten genannt

Angesichts der nach Einschätzung Eitels wenig abgestimmten Planung prophezeite der UBKL-Vorsitzende der Verwaltung, „dass wir Einsprüche erhalten werden und wenn der Bebauungsplan fertig ist, brauchen wir schon wieder die ersten Änderungen“. Auch dass den Anrainern und dem Gemeinderat bisher keine Kosten genannt werden konnten, wertete Eitel als unverantwortlich.

Auch Martin Keppler von der CDU signalisierte, dass er und seine Fraktion das kommunale Planwerk nicht billigen können. Nicht zuletzt die Tatsache, dass die Verwaltung Grundstücke überplant habe, die ihr nicht gehören, ohne dafür aber ein schlüssiges Umlegungsverfahren zu haben, sei nicht realisierbar. „Sie werden das Baugebiet wie vorgelegt nicht umsetzen können, sie können nichts gegen die Bürger entscheiden“, so Keppler.

Probleme seien vorprogrammiert, daher sei es nicht verantwortungsvoll so zu beschließen. Auch Jürgen Schrumpf und Bruno Knöller (beide SPD) hatten erhebliche Einwände.

„Viele Themen nicht geklärt“

Die SPD hat Bedenken wegen der ökologischen Ausgleichsmaßnahmen, zudem seien Energieversorgungsfragen, Straßenausbau und andere Themen nicht geklärt und es sei auch wenig vertretbar, dass den Anliegern und Besitzern bislang keine Kosten für die Erschließungsbeiträge genannt werden können. Bürgermeister Walter Jocher machte darauf aufmerksam, dass eine Beratung im Bauausschuss zu einer erheblichen Verzögerung führen werde, so dass ein Bebauungsplanbeschluss nach altem Baurecht unmöglich werde.

Über die Konsequenzen der Verzögerung war man sich aber angesichts neu zu fertigender Studien nicht ganz einig. Während Walter Jocher auf die Kommune erhebliche Ausgaben zukommen sieht, steht für Stadtbaumeister Jung-Teltschik fest, dass zwar ein weiterer Aufwand betrieben werden müsse, die Kosten aber eher marginal seien.

Der ausladenden Diskussion überdrüssig beantragte Martin Keppler, die Beratung in den Bauausschuss zu verweisen, da deutlich sei, dass viele der offenen Fragen nicht ad hoc geklärt werden könnten. Das Gremium stimmte dem zu, was nicht zuletzt die Betroffenen zufrieden stimmte.

Erstellt am: 04.05.2006

Es sieht so aus, als wäre ein erneuter Versuch der Rubrik  " Bad Wildbad - Fakten schaffen " im wahrsten Sinne des Wortes ver EITELT worden.
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Pforzheimer Zeitung 04.05.2006
Dem Wildbader Kino droht das Aus
Betreiberin sucht trotz Interessenten bislang erfolglos nach einem Nachfolger für das mit Preisen gewürdigte Filmtheater


BAD WILDBAD. „Es ist klein, fein und nostalgisch“, sagt Annegret Schuhmann liebevoll über ihr Kino in Bad Wildbad. Im schlechtesten Fall wird das Filmtheater im Haus des Gastes Ende Mai seine Pforten schließen.

Annegret Schuhmann hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht: Doch nach dem Tod ihres Mannes will sie wieder mehr Zeit für ihre beiden Kinder haben. Daher hat sie ihre Selbstständigkeit gegen eine Festanstellung eingetauscht.

Nun sucht die Betreiberin des „Kino Treffs“, die zwei Preise der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg für ihre besonderen Ideen erhalten hat, einen Nachfolger.

Startkapital fehlt

Zwar gibt es mit der Wildbader Familie Holdermann Interessenten, die das Kino gerne übernehmen würden. Nicht zuletzt wegen der großen Filmleidenschaft des Sohnes Jürgen Holdermann, der als Aushilfe im Kino mitarbeitet. Doch bisher fehlt der Familie das Startkapital. Ganze 25 000 Euro kostet die Ausstattung des Kinos und Annegret Schuhmann möchte bis Ende Mai wenigstens eine Anzahlung in Höhe von 5000 Euro. „Wenn sich niemand findet, muss ich das Kino wirklich schließen“, bedauert sie.

Dabei hängt sie an dem kleinen Filmbetrieb, den sie im Jahr 2002 übernommen hat. „Mir liegt viel daran, dass alles so bleibt, wie es ist“, sagt Annegret Schuhmann, die das Kino in den vergangenen vier Jahren auf die Höhe der Zeit gebracht hat. Ihren Angaben zufolge hatte der vorherige Betreiber den Vorführraum lediglich mit Holzstühlen und einer getackerten Leinwand ausgestattet – „spartanisch also.“ Sie habe dann eine ganze Menge investiert. Vom Dolby-Surround-System über 72 Kinosessel und eine Breitleinwand gebe es alles, was ein Kino benötigt.

Das einzig Nostalgische sind die elektromechanischen Projektoren aus dem Jahr 1939. Dennoch entsprechen sie dem Prinzip: Alte Hülle, neuer Kern. „Sie sind auf dem neuesten Stand und können von „Star Wars“ über „Harry Potter“ bis hin zu „Herr der Ringe“ alles abspielen“, erklärt Annegret Schuhmann. Sie kann sich noch an Nacht-Premieren erinnern, bei denen alle 72 Plätze ausverkauft waren. Nie hätte die Mutter von zwei Kindern gedacht, dass die Wildbader so toll auf diese Angebote reagieren.

Klaus und Jürgen Holdermann setzen währenddessen alle Hebel in Bewegung, um bis Ende des Monats die Anzahlung aufzubringen und einen Darlehensgeber zu finden. Jürgen Holdermann zufolge soll es zudem einen Termin mit dem Staatsbad geben, auf dessen Unterstützung die Familie hofft. Denn auch Annegret Schuhmann hatte immer wieder Zuspruch durch das Staatsbad erfahren. Der Geschäftsführer der Kur- und Bäderbetriebsgesellschaft, Frank Michael Rieg, betont, dass man den Kinobetrieb für Einwohner und Kurgäste gerne erhalten würde.

Annegret Schuhmann glaubt, dass Familie Holdermann geeignet wäre, das Kino fortzuführen. Da sie allerdings das Geld aus dem Verkauf braucht, könnte sie sich auch einen professionellen Kinobetreiber als Nachfolger vorstellen.

Sollte sich niemand finden, müsste sie die Ausstattung einzeln verkaufen: „Es wäre sehr schade, wenn die Stadt ihr einziges Kino verliert.“

Erstellt am: 03.05.2006

Wildbader Anzeigenblatt22.04.2006
Habe eine neue "Sommerberg-Internetpräsentation" unter denn Annoncen des Wildbader Anzeigenblatts
entdeckt.
Die Präsentation sagt viel über die derzeitige Situation auf dem "Berg" aus.   www.sommerberg-areal.de

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