31.03.2001 Bad Wildbad bilanziert erfreuliche
Zuwächse in der Frequentierung Gutes Tourismusjahr 2000 in der Bäderstadt Enorme Zuwächse bei Übernachtungen und Gästen kann
Bad Wildbad verzeichnen.
So wurden im Bereich der Hotels und Gasthöfe 29%mehr
Gäste beherbergt, bei 11% mehr Übernachtungen.
Im Bereich der Hotel Garni und größeren Frühstückspensionen
sowie den Gästehäusern wurde die magische Zahl von 42% mehr Ankünften
und 28% mehr Übernachtungen registriert.
Wie die Bäder-und Kurbetriebsgesellschaft mitteilt, gibt es wohl kaum einen Ort im
Schwarzwald, der in diesen Übernachtungskategorien so hohe Zuwächse erreicht hat.
Neben technischen Ursachen wie der Änderung der Kurtaxpflicht ab
dem ersten Tag des Aufenthaltes, führt Geschäftsführer Frank M. Rieg diese
guten Zahlen auf die erhöhten Werbemaßnahmen in den Jahren 1999 und 2000 und eine
flexible Preis-und Angebotsgestaltung der Hotellerie zurück. Insofern bedauert er die vor
kurzem getroffene Entscheidung des Wildbader Gemeinderates, die Sonderwerbemittel aus den
vorangegangenen zwei Jahren nicht wieder zum Einsatz zu bringen. Werbemaßnahmen
müssen kontiniuierlich erfolgen und nicht bei Erfolg wieder eingestellt werden, so
Rieg.
Ein Wermutstropfen bleibt: Im Bereich der Privatvermieter, Ferienwohnungen
und Kurkliniken sind die Übernachtungszahlen zurückgegangen,
die Kliniken mussten einen Rückgang von 4,5%
hinnehmen.
Da im Privatvermietungsbereich zunehmend weniger Betten angeboten werden
und auch die Nachfrage landesweit stark zurückgeht, ist diese Beherbergungsart mit 35%
weniger Übernachtungen regelrecht eingebrochen.
Dies führt dazu, dass insgesamt mit 333 300 Übernachtungen 3% weniger
registriert wurden als im Jahr 1999.
Die Gästeankünfte konnten jedoch mit 31 100 deutlich um 11%
gesteigert werden und belegen damit die Attraktivität Bad Wildbads nicht nur als
Kurort, sondern zunehmend als Zweit- oder Dritturlaubsziel. Insbesondere der derzeit
bundesweit boomende Wellness-Markt führt zu einer hohen Nachfrage in diesem Segment,
allerdings mit kurzen Aufenthaltszeiten.
Ein Beleg dafür sind auch die höheren Besucherzahlen im Wellness-Tempel Palais
Thermal,
die um 11% gesteigert werden konnten. Und selbst im Thermalbad, das in
der ersten Hälfte des Jahres 2000 mit Umbaumaßnahmen zu kämpfen hatte, gingen trotz
dieser Beeinträchtigungen die Besucherzahlen nicht zurück. Sollte der Trend nach
Gesundheitsangeboten weiter so anhalten, geht die Bäder-und Kurbetriebsgesellschaft von
einem guten Jahr 2001 aus.
Will, oder muss sich da irgend wer eine
"Goldene Nase verdienen" ?
Selbst bei allem Wohlwollen kann ich diese Zahlen nicht nachvollziehen.
= Unten die Zahlen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg vom 31.03.2001
23.03.2001 Saisoneröffnung im Bike-Park Bad Wildbad
Den Höllenritt gibt es zum Spartarif
BAD WILDBAD. Jugendliche bis 16 Jahre aus Bad
Wildbad dürfen sich freuen: Zum Start der Saison des Bikeparks hat die
Betreibergesellschaft bekannt gegeben, dass sie in den Genuss eines Angebots kommen
werden.
"Wir bieten den Schülern und Jugendlichen zusammen mit den Stadtwerken die
Saisonkarte für weniger als die Hälfte des Normalpreises an", so
SOG-Geschäftsführer Roland Betzmann
Für die Nutzung der Stadtbahn, der Schlepplifte und der Anlage während der gesamten
Saison müssen die jungen Sportler nur 189 Mark statt 398 Mark auf den Tisch blättern.
Und SOG-Geschäftsführer Betzmann nannte auch einen Grund für die großzügige Offerte:
Die SOG wolle nicht, dass die Jugendlichen aus Bad Wildbad nur als Zuschauer vom Bikepark
profitieren. "Ich habe im vergangenen Jahr zahlreiche Jugendliche gesehen, die den
Trainingsparcours genutzt haben, aber die Strecke selbst nicht gefahren sind, weil die
Kosten wohl zu hoch sind da hat mir einfach das Herz geblutet."
Mittelfristig hoffen die SOG-Manager natürlich auch darauf, in Bad Wildbad einen
aktive Radsportgemeinde zu bekommen, die auch am Aktivengeschehen teilnimmt. "Am
besten wäre es natürlich wenn bei der Olympiade 2016 ein Teilnehmer aus Bad Wildbad auf
der Wildbader Anlage mit dabei wäre", so der Wildbader Hauptamtsleiter Olaf Wilhelm
optimistisch.
"Und vielleicht gewinnt am Ende sogar ein
Wildbader", ergänzt Bürgermeister Dr. Walter Jocher, der es als äußerst positiv
bewertet, dass die SOG nicht nur auswärtigen Bikern auf der Anlage am Sommerberg optimale
Downhill-Strecken anbieten, sondern auch jugendliche Radfahrfreunde der Region
unterstützen will. "Zusammen mit der AOK werden wir günstige Schnuppertage
anbieten", so Wazian und Betzmann übereinstimmend, und auch sonst sei einiges für
die Jugendlichen geplant.
Beim Saisonstart am Osterwochenende vom 13. bis 16. April haben die SOG-Manager aber
zunächst eine andere Zielgruppe im Visier. "Wir erwarten zum Opening viele hundert
Fahrer aus der internationalen Szene", so Betzmann. "Wir gehen davon aus, dass
vor allem starke Fahrer kommen werden und die Strecke nutzen, weil dies die erste
Gelegenheit in diesem Jahr sein wird", blickt der SOG-Geschäftsführer voller
Zuversicht nach vorne. In drei Disziplinen wird es am Eröffnungswochenende Wettbewerbe
geben, wobei vor allem der "King of Bikepark" ermittelt werden soll. Damit neben
den Fahrern auch die passiven Radsportfreunde nicht zu kurz kommen, haben SOG und Stadt
auch ein attraktives Rahmenprogramm zusammengestellt.
Rechtzeitig zur Saisoneröffnung soll auch die zweite Downhill-Strecke mit einer Länge
vor rund zwei Kilometern fertiggestellt sein. "Start ist bei der Skihütte. Dann geht
es vorbei am Peter-Liebig-Gedenkstein zur Hermannshütte und dann auf dem Bergkamm zur
Sommersteige und von dort dann weiter bis zur Mittelstation der Sommerbergbahn", so
Markus Sitzler, der für die Planung und Umsetzung der Strecke verantwortlich zeichnet.
Extrem sei auf dieser Strecke zudem der Höhenunterschied von über 300 Höhenmetern. Aber
auch die bestehende Downhill-Strecke wird wie bereits berichtet leicht modifiziert,
"da einige der Kurven zu extrem sind", so Sitzler.
Highlights werden im laufenden Jahr nach Ansicht von Betzmann und seinem
Geschäftsführerkolegen Jürgen Wazian aber auch der Schwaben-Bike-Marathon am 29. Juli
sowie die Deutschen Downhill-Meisterschaften am 8. und 9. September sein. Gerade
letztgenannte Veranstaltung hat ihren besonderen Reiz: "Zum ersten Mal überhaupt
wird der Zieleinlauf eines solchen Wettbewerbs mitten in einer Stadt sein", so Wazian
schwärmerisch. Über eine Strecke, die direkt durch den Kurpark führt und künstliche
Steilwandkurven aus Holz "gerade so wie beim 6-Tage-Rennen in der Halle" würden
die Fahrer bis ins Zentrum geleitet.
23.03.2001
Ehrenkarte für die Bad Wildbader Bergbahn verliehen
!
Stadtrat Rolf Gernot Neher konnte bei einem Gespräch mit dem Grandseigneur des
Bad Wildbader Sommerbergs, Eugen Ludwig Bätzner, Interessantes in Erfahrung bringen.
Schon im Jahre 1910 war seinem Vater, Carl Bätzner sowie dessen Gemahlin,
Luise Karoline Bätzner, geb.Güthler, in Anerkennung ihrer Mitwirkung bei der
Gründung des Bergbahnunternehmens freie Fahrt auf der Bergbahn
für Lebenszeit
verliehen worden.
Durch Beschluss der Gemeindekollegien von Wildbad, vom
30.Dezember 1909
war dies damals entschieden worden. Die Übergabe erfolgte am 3.Januar 1910
durch den Stadtschultheiß Baetzner.
Sein Vater war damals erst 35 Jahre alt.
Er hatte als bedeutende Wildbader Persönlichkeit schon frühzeitig unternehmerische
Akzente für den Tourismus und den Kurort gesetzt.
Stadtrat Neher griff diese Mitteilung spontan auf und informierte den derzeitigen
Gemeinderat.
Da Eugen Bätzner sen. in den nächsten Tagen seinen 88. Geburtstag feiern darf, wurdefür
ihn die Verleihung einer Ehrenkarte für die Sommerbergbahn der Stadt Bad Wildbad im
Schwarzwald beantragt.
Bürgermeister Dr. Walter Jocher war von dieser Idee begeistert und damit war die zweite
Ehrenkarte
für die Sommerbergbahn innerhalb der Familie Bätzner vergeben.
Sie wurde dann durch den Bürgermeister feierlich überreicht.
P.P.Fritzekonnte
von Stadtrat Neher dazu gewonnen werden, diese Verleihung im
Internet aufzubereiten.
17.03.2001
Skeptische Stimmen bleiben Fehlendes Vertrauen war Auslöser für Jochers Rücktritt
BAD WILDBAD. Es habe am notwendigen Vertrauen und der
Mehrheit im Gemeinderat gefehlt.
So lautet die offizielle Begründung für den Rücktritt
von Bad Wildbads Bürgermeister Jocher von einem seiner Ämter. Wie berichtet, hat Jocher
am Donnerstag Abend sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender der Reise- und Verkehrsbüro
GmbH (eine hundertprozentige Tochter der Stadt) niedergelegt. Er zog damit die Konsequenz
aus der Kritik des Gemeinderats an seiner Informationspolitik, die schon Gegenstand einer
Dienstaufsichtsbeschwerde ist.
Wie Jocher auf PZ-Anfrage betonte, habe er lediglich den
Vorsitz niedergelegt, bleibe aber normales Mitglied des Aufsichtsrats. "Ich will mich
nicht aus der Verantwortung stehlen", meint der Bürgermeister. Schließlich habe er
viel Herzblut in diese Arbeit gehängt. Eventuell habe er sich über Gebühr engagiert und
deshalb zu wenig Distanz zu den Inhalten gehabt, so Jocher selbstkritisch. Wie es jetzt
weitergehe mit der Reise- und Verkehrsbüro GmbH und mit dem umstrittenen Kauf des
Reisebüros Rübenacker, müsse abgewartet werden. Vorerst hat Stellvertreter Fritz Eitel,
der dem Aufsichtsrat seit Gründung der GmbH vor zwölf Jahren angehört, die Amtsführung
übernommen. Jetzt müssen die acht Mitglieder schnellstmöglich einen neuen Vorsitzenden
wählen. Das bedeutet, dass innerhalb weniger Wochen ein Nachfolger für Jocher gefunden
werden soll. "Wir brauchen jetzt funktionierende Verhältnisse", macht Eitel
deutlich. Über die kritisierten Punkte müsse Klarheit geschaffen werden. Seiner Ansicht
nach sind in der Informationspflicht keine generellen Fehler gemacht worden. Beim Kauf des
Reisebüros sei es jedoch nicht so gut gelaufen, räumt der Gemeinderat ein. Der
Bürgermeister hatte im Aufsichtsrat die Kaufpläne vorangetrieben, ohne den Gemeinderat
darüber zu unterrichten. Und das, obwohl er wusste, dass der Gemeinderat einer
Erweiterung des Reisebüros sehr skeptisch gegenübersteht. Dort war angeregt worden, sich
vom Reisebüro zu trennen. Bei den Gemeinderatsfraktionen sind die Reaktionen auf Jochers
Rücktritt unterschiedlich. Das Problem mit dem Reisebüro sei damit noch nicht gelöst,
heißt es. Man hofft zwar, künftig besser und umfassender informiert zu werden. Aber es
wird auch skeptisch gefragt, ob sich die Lage allein mit Jochers Rücktritt verbessern
wird. Dazu sei die Situation zu verworren, meinen kritische Stimmen. Der Aufsichtsrat
müsse sich Gedanken machen, wie er künftig mit dem Gemeinderat umgehen will. Rundum
positiv bewertet nur Renate Maier von der Unabhängigen Bürger- und Kulturliste (UBKL)
die neue Lage. Der Nachfolger von Jocher werde keine schwerwiegenden Entscheidungen mehr
treffen, ohne den Gemeinderat zu informieren. "Er hat jetzt den Fingerzeig, dass es
so nicht weitergeht. Daraus wird jeder Nachfolger Konsequenzen ziehen." Jochers
Rücktritt sei ein klarer Schnitt und eine Chance.
Gestern hat die UBKL (für die auch Fritz Eitel im
Gemeinderat sitzt) übrigens erstmals Stellung zur Dienstaufsichtsbeschwerde gegen
Bürgermeister Jocher genommen. Darin heißt es, die Fraktion trage die Beschwerde nicht
mit. Dieser Schritt könne immer nur das letzte Mittel sein. Insbesondere Alfred Dath,
Geschäftsführer des Reise- und Verkehrsbüros, könne darin nicht einbezogen werden.
Die Probleme zwischen Bürgermeister und Gemeinderat
("die auch wir für gravierend halten") hätten zunächst nichtöffentlich
besprochen werden müssen. Die UBKL weiter: Eine Dienstaufsichtsbeschwerde bringe neben
der internen Klimaverschlechterung, die zu befürchten sei, auch immer eine negative
Außenwirkung. Damit erreiche man das Gegenteil der eigentlichen Ziele. "An die
Stelle von Imagegewinn tritt Imageschaden."
17.03.2001 Rücktritt des
Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Walter Jocher
Dr. Walter Jocher hat in der Sitzung des
Aufsichtsrates der Reise- und Verkehrsbüro Wildbad GmbH am 15. März 2001 gemäß § 11
des Gesellschaftsvertrages seinen Rücktritt als Aufsichtsratsvorsitzender erklärt.
Dr. Walter Jocher begründete seinen Rücktritt damit, dass ihm das notwendige Vertrauen
und die Mehrheit im Gemeinderat für seine Entscheidungen nicht entgegengebracht wird.
Der Aufsichtsrat hat nun unverzüglich die Ersatzwahl vorzunehmen.
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12.03.2001 Der Bikepark in Wildbad wird
noch größer
BAD WILDBAD.
Mehr Radfahrer als erwartet haben im vergangenen Jahr den im August eröffneten Bikepark
in Bad Wildbad genutzt.
"Mit rund 2000 aktiven Besuchern sind wir rund 30
Prozent über dem gelegen, was wir uns erhofft hatten", so Roland Betzmann von der
Betreibergesellschaft SOG, der dem Bad Wildbader Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung
zusammen mit Jürgen Wazian einen Überblick über Vergangenes und Geplantes im Bikepark
präsentierte.
Schwaben-Bike-Marathon
Im laufenden Jahr rechnet die SOG mit 10000 bis 15000
Radfahrern, die auf dem Zweirad die ausgewiesenen Downhillstrecken am Sommerberg
hinuntersausen. Doch nicht allein die erhoffte Besucherzahl lässt die Kommunalpolitiker
der Badestadt mit freudiger Spannung nach vorne blicken. Auch die Tatsache, dass am 28.
und 29. Juli der Schwaben-Bike-Marathon stattfinden und vom 7. bis 9. September die
Deutschen Meisterschaften in der Downhill-Disziplin in Bad Wildbad ausgetragen werden,
zeigen dem Gremium, dass die Entscheidung, Wildbad durch ein neues Angebot zu beleben,
richtig gewesen ist.
Für Dr. Rainer Stritt (CDU) steht
außer Frage, dass der Bikepark mit seinem Programm neues Leben nach Bad Wildbad bringt,
auch wenn im ersten Jahr vielleicht noch nicht alles völlig reibungslos geklappt hat, wie
CDU-Gemeinderat Rolf Gernot Neher anhand einiger Beispiele darlegte. Dass der Bikepark
"viel Positives in die Kurstadt gebracht hat", davon ist der
SPD-Fraktionsvorsitzende Bruno Knöller überzeugt. Die Akzeptanz der Einrichtung sei
hervorragend. Zur weiteren Belebung der Sommerbergbahn empfahl Knöller, die
Parkhaus-Parkplätze in der Innenstadt preislich attraktiver zu gestalten, um zu
verhindern, dass die Sportler verstärkt mit ihrem Fahrzeug auf den Sommerberg fahren und
dort ihr Auto abstellen. Rolf Gernot Neher hält es zudem für wichtig, dass die
Beschilderung zu den unterschiedlichen Abschnitten im Park verbessert wird. Bei Unfällen
sei es für Rettungskräfte nur schwer, die Unfallstelle anzusteuern.
Zweite Strecke
Die SOG wird sich in diesem Jahr darum
bemühen, die Anlage bestens zu vermarkten und zu optimieren Umbau der bestehenden
Downhill-Strecke, Realisierung einer zweiten Downhill- und einer erweiterten
Marathon-Strecke. Für rund 60000 bis 70000 Mark sind im laufenden Jahr Werbemittel von
einfachen Flyern bis hin zu Anzeigenkampagnen in Fachzeitschriften geplant. Auch bemühe
sich die SOG darum, potente und namhafte Sponsoren für den Betrieb und einzelne
Veranstaltungen zu gewinnen.
Durch erweiterte Öffnungszeiten hofft die
SOG künftig auch eine bessere Auslastung des Bikeparks zu erreichen. Künftig soll
jeweils von Dienstag bis Sonntag geöffnet sei, lediglich in ruhigeren Zeiten soll auch
der Dienstag als Ruhetag genutzt werden. Die Eröffnung der Bikersaison ist in diesem Jahr
am 13. April geplant. Vom 13. bis 16. April wird dabei auch der King of Bikepark
ermittelt, außerdem werden Bundesliga-Downhill-Wettbewerbe stattfinden. Auch
Pauschalangebote für Radfahrer will die SOG ab Frühjahr anbieten, "denn wir wollen,
dass die gesamte Wirtschaft hier profitiert", so Betzmann.
Eine Besonderheit gab Betzmann auch für
die Deutsche Meisterschaft bekannt. Bei diesem Wettbewerb werden die Radler erstmals bis
in die Stadt fahren, der Zieleinlauf bei den Downhill-Wettbewerben wird im Kurpark sein.
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10.03.2001
Aus der Sitzung des Gemeinderats der Stadt Bad Wildbad Bikepark auf dem Sommerberg
Die diesjährige Eröffnung des Bikeparks inklusive der Bundesliga Downhill King of
Bikepark wird vom 13. bis 16. April stattfinden
Im Erfahrungsbericht der SOG Sportmanagement GmbH
machten Geschäftsführer Roland Betzmann und Jürgen Wazian folgende Ausführungen: Seit
der Eröffnung des Bikeparks am 18. August 2000 bis zum Saisonende am
1. November besuchten über 2000 Sportler den Park. Knapp 1800 Besucher waren
zahlende Besucher, da am Eröffnungswochenende kein Eintritt verlangt wurde. Die
Erwartungen wurden damit übertroffen und auch für dieses Jahr wird ein positiver
Saisonverlauf erwartet. Die Einbeziehung der Bergbahn wirkte sich sehr vorteilhaft aus. Es
konnte eine zusätzliche Einnahme von über 10.000 Mark seit Eröffnung des Parks bis zur
Revision der Bergbahn am 4. Oktober verbucht werden.
Für dieses Jahr wurde das Gespräch mit dem Forst gesucht zur Lösung von Konflikten
zwischen Radfahrern und Wanderern im Bereich Sommerberg und Kriegsblindenheim. Auch
Maßnahmen zur besseren Rettung von verletzten Bikern wurden und werden mit den
Rettungskräften besprochen. Unfälle waren bei 0,5 Prozent der Besucher zu verzeichnen.
In diesem Zusammenhang ist eine bestmögliche Beschilderung zur Ortung der Verletzten
unerlässlich. Hier muss laut Betzmann noch investiert werden. Im Werbebereich sollen in
Zusammenarbeit mit der Reise- und Verkehrsbüro GmbH und den Bikehotels Maßnahmen in
Angriff genommen werden, um entstandene Probleme, wie zum Beispiel bei der Unterbringung,
zu lösen.
Des weiteren laufen für die vorgesehenen Baumaßnahmen, die Vorbereitung der hierfür
erforderlichen naturschutzrechtlichen Genehmigungen, wie auch die Nutzung von Gebieten,
die nicht der Stadt gehören.
Die Erfahrungen im Jahr 2000 waren, dass die Strecken, bis auf die Down-Hill-Strecke
(wegen ihrer eckigen Führung) von den Bikern sehr geschätzt wurden. Zum Thema
Erosionsschäden stellt sich die Frage, wie gut die Strecken die Wintersaison überlebt
haben. Die Ausfälle des Schlepplifts waren oft auf die Sportler selbst zurückzuführen,
da diese während der Auffahrt ausstiegen und dabei Bügel beschädigten. Es sollen nun
Sommer- und Winterbügel eingeführt werden. Die Zusammenarbeit mit den Vereinen bewertete
Betzmann sehr positiv.
Ein Problem sieht die SOG bei den Gebühren für Parkplätze, da sonst in keinem Skigebiet
Parkgebühren verlangt würden. Rolf Gernot Neher (CDU) sprach sich für eine Beibehaltung
der Parkgebühren aus und auch Bruno Knöller (SPD) plädierte für eine stärkere
Auslastung der Bergbahn, den Schutz von Umwelt und Bewohnern
auf dem Sommerberg durch eine teure Parkgebühr auf dem Sommerberg und ein billiges Parken
in den Parkhäusern in der Stadt. Ordnungsamtsleiter Wilhelm regte den Vorschlag an,
Bikern mit Tageskarte eine ermäßigte oder kostenfreie Parkmöglichkeit zu bieten.
Die diesjährige Eröffnung des Bikeparks inklusive der Bundesliga Downhill King of
Bikepark wird vom 13. bis 16. April stattfinden. Außerdem sind das Pilotprojekt
Marathon-Camp und der Schwaben Bike-Marathon geplant. Des weiteren wird im
September die Deutsche Meisterschaft im Downhill ausgetragen werden, für die sich laut
Betzmann schon eine Menge Prominenz angekündigt habe. Feste Zusagen für Firmen-Events
gibt es laut der SOG von BMW, der Allianz und Bosch. Die bisherige Downhill-Strecke soll
umgearbeitet werden und es soll eine zweite Downhill-Strecke am Gedenkstein entlang
führend mit einer Gabelung zur ersten Downhill-Strecke, sowie ein Marathon entstehen. Der
Betrieb wird von April bis Oktober jeweils dienstags bis sonntags aufgenommen.
Für die Zukunft sind weitere Strecken wie Cross-Country-Strecken geplant,
sowie Strecken, die mit anderen Funsportgeräten wie Scooter befahren werden
können. Wir dürfen nicht stehen bleiben, so Betzmann. Die PR-Maßnahmen
werden sich neben Anzeigen in Fachmagazinen, gemeinsam mit den Bikehotels gestalteten
Flyern, Prospekten speziell für Firmen und Internetseiten mit Filmsequenzen,
möglicherweise auch auf einem Film in Form eines Videos oder einer CD-Rom erstrecken. Die
gesamten PR-Kosten (ausgenommen die mögliche Filmproduktion) belaufen sich laut Betzmann
auf 70.000 Mark.
Detlev Weingärtner (UBKL) bedankte sich bei der SOG für ihren Mut und ihre Tatkraft und
wünschte viel Erfolg für die Betreibung des Parks in diesem Jahr.
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09.03.2001 Vier neue Haltestellen für die Stadtbahn
Gemeinderat Bad Wildbad stimmt neuem Konzept zu
Bad Wildbad (er). Auf ihrem Weg zur Realisierung hat die
geplante Stadtbahn zwischen Pforzheim und Bad Wildbad eine weitere Hürde genommen. Am
Dienstagabend stimmte der Gemeinderat der Kurstadt dem von der AVG
(Albtal-Verkehrsgesellschaft) Karlsruhe unterbreiteten Haltestellenkonzept zu.
Danach wird es entlang der bisherigen Enztalbahnstrecke zwei weitere Haltepunkte geben:
Calmbach-Süd bei der Brennerau-Siedlung und Wildbad-Nord in der Nähe des
Berufsförderungswerks beim Gewerbegebiet Langwiesen. Zu gerne hätte der Gemeinderat noch
einen Haltepunkt Calmbach-Süd gesehen, doch lehnt es die AVG ab, ihre künftigen
Stadtbahnzüge etwa im Bereich des Bahnübergangs über die Alte Höfener Straße anhalten
zu lassen.
Immerhin gibt es einen Silberstreif am Horizont: Die vom Gemeinderat in seinen Beschluss
aufgenommene Option auf Einrichtung dieser Haltestelle akzeptierte die durch
Diplom-Ingenieur Bickelhaupt bei der Sitzung vertretene AVG für den Fall eines deutlich
steigenden Fahrgastaufkommens aus dem Bereich der Siedlung Leimenäcker, aus dem
Gewerbegebiet Untere Altwiesen und aus der Altwiesen-Siedlung. Profitieren davon könnten
auch Veranstaltungen in der Enztalhalle und auf dem Sportplatz.
Im Wildbader Stadtgebiet und damit auf der Verlängerungsstrecke bis zum Kurpark ist jetzt
auch die Haltestelle an der Talstation der Sommerbergbahn gesichert, nachdem der
Gemeinderat einer von der AVG weiterentwickelten Variante für die innerstädtische
Trassenführung zustimmte. Eine längere Diskussion ergab sich hinsichtlich der Lage der
Stromspannungswechselstelle.
Während die Stadtbahn auf der bisherigen Strecke der Deutschen Bahn AG mit Wechselstrom
fährt, muss sie im innerörtlichen Betrieb auf Gleichstrom umstellen. Das bedeutet eine etwa hundert Meter lange Strecke mit unterbrochener
Stromzufuhr, die aus betriebstechnischen Gründen absolut konfliktfrei sein muss, also
ohne jeglichen Fahrzeug- und Fußgängerverkehr. Machbar nur mit einer sicheren
Abschrankung, bei der Stadtrat Günter Haag eine Beeinträchtigung des Stadtbilds
befürchtete, die jedoch nach den Ausführungen des AVG-Planers stadtbildverträglich
gestaltet werden wird.
Eine wesentliche Umgestaltung erfahren die Bahnhöfe in Calmbach und in Wildbad. Während
in Calmbach ein zweites Gleis einen Kreuzungsverkehr ermöglichen wird, kommt in Wildbad
eine Fahrzeughalle zum Abstellen zweier Stadtbahnzüge hinzu. Auf Nachfrage von Stadtrat
Fritz Eitel (UBKL) wurde zugesichert, dass es auch im Blick auf die künftige Gleisanlage
möglich sein werde, Dampfzüge und andere Sonderzüge in Wildbad abzustellen. "Bis
hin zum ICE", so Bickelhaupt schmunzelnd.
Im Zusammenhang mit der Beratung der künftigen Bahnhofs-Situation konnte sich die
CDU-Fraktion mit ihrem Antrag durchsetzen, die Verwaltung zu beauftragen, für Calmbach
ein Konzept zur Verbesserung der Infrastruktur im Bahnhofsumfeld auszuarbeiten, das auch
eine direktere Fußgängeranbindung des Haltepunkts in Richtung Ortsmitte vorsieht. Noch
offen ist die Art der Fahrleitungsmasten in der Innenstadt, mit der sich der Gemeinderat
noch befassen wird.
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Stehen vor dem Bahnhof keine 100 meter
Strecke zur Verfügung ?
Die Bahn kann doch schon vor dem Bahnhof auf Gleichstrom umgeschaltet sein.
Wie hätten Sie`s denn gern ? Die Ost- West-Teilung der Stadt.
Nur mit Zaun oder besser mit Mauer ?
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06.03.2001 Baden-Württemberg setzt im
Tourismus auf Qualität und Sport
BERLIN. Baden-Württemberg will den
Sport stärker für den Tourismus nutzen und auf mehr Servicequalität in den
Tourismusbetrieben setzen.
Der Präsident des Tourismus-Verbandes
Baden-Württemberg, Wirtschaftsminister Walter Döring (FDP), kündigte am Montag auf der
Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin das auf drei Jahre angelegtes
Pilotprojekt "Sport und Tourismus" an. Der Südwesten solle in den nächsten
Jahren massiv als Sport- und Tourismusland Nummer eins positioniert werden.
Ziel sei es, den Profisport mit dem
Breitensport zu verknüpfen, noch stärker in das touristische Angebot zu integrieren und
noch mehr sportliche Ereignisse nach Baden-Württemberg zu holen. Als Pilotgemeinden
wurden Baiersbronn mit dem Schwerpunkt Wandern/Walking/Inline-Skating,
Hinterzarten mit dem Schwerpunkt Wintersport und
Bad Dürrheim mit dem Schwerpunkt Radsport ausgewählt.
Die Qualitätsoffensive wurde gemeinsam mit
dem DEHOGA BadenWürttemberg, dem Heilbäderverband und dem Industrie- und
Handelskammertag ins Leben gerufen. Als Auszeichnung soll ein Gütesiegel vergeben werden.
Döring sprach sich zudem dafür aus, viel mehr mit kulturellen Highlights zu werben.
Baden-Württemberg sei als Kulturland außerordentlich erfolgreich. So sei das Opernhaus
Stuttgart drei Mal nacheinander zum "Opernhaus des Jahres" gekürt worden.
Im vergangenen Jahr besuchten nach Dörings
Angaben 13,4 Millionen Menschen das Ländle. Die Zahl der Übernachtungen stieg im
Vergleich zu 1999 um 3,2 Prozent auf 39,3 Millionen.
Der Bodensee sei trotz des Hochwassers Publikumsmagnet gewesen.
Die Heilbäder meldeten ebenfalls deutliche Steigerungen. ?
Aus dem Ausland kamen im vergangenen Jahr
sechs Prozent mehr Gäste als 1999. Die Übernachtungszahlen stiegen um 4,7 Prozent auf
5,1 Millionen. Die meisten ausländischen Besucher kamen aus den USA, der Schweiz und den
Niederlanden, die größten Zuwächse gab es aus Großbritannien und Irland.
Heidelberg
vergab auf der ITB zum zehnten Mal den Mark-Twain-Preis für Reisejournalismus. Der
indische freie Autor Inder Raj Ahluwalia wurde für seine Berichte über die Stadt mit
einer Mark-Twain-Büste und einem Zertifikat ausgezeichnet. Der Preis wurde nach dem
amerikanischen Reiseschriftsteller und Heidelberg-Chronisten benannt, der 1878 eine
eintägige Stippvisite in Heidelberg machen wollte und einen ganzen Sommer blieb.
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01.03.2001 Historischer Tag für Region
PFORZHEIM/BAD WILDBAD. Fast pathetisch wurden die Festredner als sie am
Bahnhof Brötzingen beim gestrigen ersten Baggerbiss für den Ausbau der Enzbahn die
historische Bedeutung des Anlasses beschrieben.
"Das ist ein sehr guter Tag für
Pforzheim und die ganze Region", freute sich der Staatssekretär im Verkehrs- und
Umweltministerium des Landes, Stefan Mappus (CDU). Oberbürgermeister Joachim Becker (SPD)
wollte vor einigen Schultes-Kollegen da nicht zurückstehen: "Der heutige Tag ist
für die verkehrspolitische Entwicklung Pforzheims von emi- nenter Bedeutung." Und
Enzkreis-Landrat Werner Burckhart (CDU) merkte an: "Das ist ein Tag, an dem sich der
Verkehrsstern Pforzheims vervollständigt."
Zum Auftakt Baumschnitt
Für den Startschuss zum Ausbau der 22,7
Kilometer langen Enzbahn zur Stadtbahn zeichnete die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG)
verantwortlich, die für 25 Jahre die Strecke von der Deutschen Bahn gepachtet hat.
Vorgesehen ist, zunächst die Trasse bis zum Bahnhof Wildbad zu elektrifizieren und im
zweiten Abschnitt durch die Wildbader Innenstadt um 800 Meter bis zum Kurpark-Eingang zu
verlängern.
In den nächsten Wochen geht es mit der
Bauvorbereitung los, beispielsweise durch Zurückschneiden der Vegetation entlang der
Strecke. Sobald die derzeit laufenden Genehmigungsverfahren abgeschlossen sind, will die
AVG die Gleisbauarbeiten sowie den Neu- und Umbau der Haltestellen anpacken.
Probleme im Tunnel
Unter anderem gilt es, das Gleis im
Neuenbürger Schlossbergtunnel abzusenken, um für die Oberleitung die erforderliche Höhe
zu gewinnen. In 34 Minuten erreicht man künftig vom Wildbader Kurpark den Pforzheimer
Hauptbahnhof. Einzelne Bahnen sollen Mühlacker und Karlsruhe ansteuern, ohne umsteigen zu
müssen. In den Hauptverkehrszeiten verkehrt der Zug im Halb-Stunden-Takt. Bis gegen
Mitternacht sollen die gelben AVG-Stadtbahnen zwischen Pforzheim und Bad Wildbad pendeln.
AVG-Direktor Dieter Ludwig warb für das
Nahverkehrsmittel: "In knapp einer Stunde wird man künftig von Karlsruhe nach
Wildbad gelangen. Man muss dorthin fahren, wo die Leute hinkommen. Deshalb bauen wir auch
neue Haltepunkte und fahren in die Wildbader Innenstadt."
Mappus als "Schrittmacher"
Der AVG-Chef zog einen Vergleich zur
Albtalbahn auf der anderen Seite des Berges: "Nach Bad Herrenalb kommen wir schon
seit Jahren. Weshalb soll das bei Bad Wildbad nicht gehen?" Man werde schneller und
häufiger als bisher die Enzbahn bedienen und die Erträge steigern. Er sei
zuversichtlich, in einem Jahr eine rege Nachfrage zu verzeichnen. "Ohne Sie, Herr
Mappus, stünden wir heute nicht hier", lobte er den Einsatz des Staatssekretärs.
Oberbürgermeister Becker verstärkte diese Anerkennung: "Herr Mappus hat zusammen
mit Herrn Frank Schrittmacherdienste geleistet."
Laut Mappus betragen die Investitionskosten
"deutlich weniger als 50 Millionen Mark". Auch die Planungskosten würden nicht
so hoch wie veranschlagt ausfallen. Er geht davon aus, dass nach dem Ausbau täglich 2000
Fahrgäste die Enzbahn benutzen. Der Landespolitiker verrriet einen "kleinen
Traum": "Die Stadtbahn sollte direkt ins Zentrum Pforzheims fahren. Wir werden
das Problem angehen." In der ersten Hälfte des nächsten Jahres solle die
elektrifizierte Stadtbahn ihren Betrieb aufnehmen: "Ein dreiviertel Jahr danach
werden wir auch durch die Wildbader Innenstadt fahren. Also in spätestens zwei Ja
Auch Calw soll mit ins Boot
Pforzheims Oberbürgermeister Becker
engagiert sich dafür, auch den Kreis Calw in den Verkehrsverbund Pforzheim/Enzkreis zu
integrieren. Enzkreis-Landrat Burckhart erinnerte daran, dass man über den eigenen
Schatten springen musste, um sich am Defizit zu beteiligen.