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pz-news.gif (1809 Byte) 24.04.2003

Mountainbiker verunglückt auf Downhill-Strecke - Schwierige Bergung in steilem Gelände

BAD WILDBAD. Ein Fahrfehler soll am Ostersonntag zu dem schweren Unfall im Bikepark geführt haben (PZ berichtete), so die Polizeidienststelle in Calw. An der Strecke hat es laut Bikepark-Leiter Betz nicht gelegen.

"Wir wissen nicht genau, wie es passiert ist", sagt Heinz Betz von der Stada Radsport-Akademie, der neuen Betreiberin des Bikeparks in Bad Wildbad. Die Stelle im unteren Viertel der Downhill-Strecke, wo der 24-jährige Berliner am Sonntag gegen 12 Uhr verunglückte, ist laut Akademie-Mitarbeiter Tobias Nestle keine besonders knifflige. Betz und Nestle gehen von einem Fahrfehler aus. "Er war die Strecke davor schon ein paar Mal runtergefahren. Wir vermuten, dass er konditionell am Ende war und sich überschätzt hat", sagt Betz. Die Folge: Schwere Verletzungen im Schulter- und im Rückenbereich mit Verdacht auf Querschnittslähmung. Der junge Mann wurde mit dem Hubschrauber in ein Stuttgarter Krankenhaus transportiert. Über seinen momentanen Zustand ist nichts bekannt.

Topfahrer testet Strecke

Der Bikepark war erst einen Tag zuvor, am Ostersamstag, wieder eröffnet worden. Die Strecken waren frisch präpariert und deshalb auch vergleichsweise schnell. Dass der Fehler an der Strecke gelegen haben könnte, schließt Betz aus. "Wir verlassen uns da nicht nur auf uns selbst", sagt Betz. Deutschlands aktuelle Nummer eins in dieser Disziplin, Marcus Klausmann, habe am Samstag die Strecke getestet und für gut befunden.
Auch die Sicherheitsvorkehrungen hält Betz nicht für verbesserungswürdig: "Wir haben von unserer Seite bereits alles getan, um die Strecke sicher zu machen." Den Fahrern sei geraten worden, die Strecke zunächst defensiv abzufahren, um sie besser kennen zu lernen. An den kritischen Stellen seien Fangnetze und Polstermatten angebracht. Ein Restrisiko bleibe in diesem Sport allerdings immer. "Downhillstrecken wird man nie zu 100 Prozent absichern können. Da müssten wir ja jeden Baum polstern." Die Bäume stehen nicht nur stürzenden Mountainbikern im Weg. Der Bikepark ist zwar in verschiedene Sektoren unterteilt, die Rettungspläne liegen laut Betz bei Polizei und Rettungsdiensten aus. Die Strecke liegt jedoch abseits der befahrbaren Wege. Der Rettungswagen konnte am Sonntag deshalb die Unfallstelle nicht anfahren, der Verletzte musste 200 Meter weit getragen werden. Die Rettung habe jedoch im "Bereich des Normalen" gelegen, so Notarzt Ulrich Lunkenheimer. Man sei innerhalb fünf bis zehn Minuten vor Ort gewesen.

Erstellt am: 23.04.2003

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