Ein Service von ON-LINE Pefri electronics  75339 Höfen an der Enz   Tel  07081 8620    Fax  07081 1364

Wildbad-Explorer

Schwarzwald.
..
Wildbader Anzeigenblatt 29.05.2002
Nach einjähriger Pause:
Marcus Klausmann wieder Deutscher Elite-Downhill-Meister
Sascha Ehrmann vom VfR Waldkatzenbach bei den Lizenz-Junioren, Stefan Herrmann vom RMV Concordia Strullendorf bei den Lizenz-Herren, Sonja Granzow vom RV Blau-Gelb 1928 Oberhausen bei den Lizenz-Damen und Marcus Klausmann vom RSV Breisgauperle Denzlingen in der Lizenz-Herren-Eliteklasse heißen die neuen Deutschen Meister im Mountain-Bike-Downhill-Sport. Gekürt wurden sie am Sonntagnachmittag bei den schon zum zweiten Mal in Bad Wildbad veranstalteten Deutschen Meisterschaften auf einer der schwierigsten Down-Hill-Strecken Europas mit einer Länge von knapp zwei Kilometern, auf der bei einem Gefälle von bis zu 50 Prozent und 350 Metern Höhenunterschied Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 80 Stundenkilometern erreicht werden.
Die Deutschen Meisterschaften im Downhill am vergangenen Wochenende waren das erste Highlight von insgesamt drei Mountain-Bike Spitzen-Events innerhalb einer einzigen Woche in Bad Wildbad, durchgeführt vom SOG-Sportmanagement in Blumberg als Betreiber des Bike-Parks auf dem Sommberg. Am kommenden Samstag findet der Europa-Cup im Cross-Country und am folgenden Sonntag der „BMW-Bike-Marathon“ statt.

Teilnehmer aus ganz Europa kamen nach Bad Wildbad
Nachdem die Deutsche Meisterschaft im Downhill gleichzeitig als erster Lauf zur Bundesliga und als E 1 – Rennen mit Weltcup-Punkten gewertet wurde, kamen etwa 400 Down-Hiller nach Bad Wildbad. Die Wertung zur Deutschen Meisterschaft war verständlicherweise auf bundesdeutsche Teilnehmer beschränkt. Die Bundesliga indessen ist international offen, weshalb auch zahlreiche Teilnehmer aus dem europäischen Ausland Hunderte von Kilometern in Kauf nahmen, um in Bad Wildbad die begehrten Punkte zu sammeln: Aus Dänemark, aus Österreich, aus Holland, aus Luxemburg, aus der Schweiz, aus Belgien und aus Frankreich.

Wahre Schlammschlacht
Vom Wetter her gesehen standen die diesjährigen Deutschen Meisterschaften zumindest am Samstag unter demselben ungünstigen Stern wie im vergangenen Jahr. So wurde das Training am Samstag auf der vom Dauerregen aufgeweichten Strecke zu einer wahren Schlammschlacht. Am Sonntag bei den Qualifikations- und Wertungsläufen hingegen zeigte sich die Sonne, so dass die Veranstaltung mit Ausnahme einiger weniger Regentropfen am Nachmittag trocken über die Bühne gehen konnte.

Streckenverlauf hatte es in sich …
Gegenüber dem Vorjahr war der Streckenverlauf geändert worden. Nicht mehr auf dem Kurplatz im Stadtzentrum, sondern vor dem Kurhaus und damit im Kurpark war das Ziel, womit die Strecke gegenüber dem Vorjahr etwas gekürzt worden war. Von den Fahrern überwiegend positiv beurteilt, soll doch der sportlichen Vorgabe nach der Downhill-Kampf nicht auf der Ebene, sondern am Berg entschieden werden. Und dieser hat es am Wildbader Sommerberg in sich: Von der Startrampe auf dem Sommerberg hinein in den Steilhang mit großen Steinen, ja kleinen Felsen, über unwegsames Wurzelwerk hinweg, mit zahlreichen kritischen Steilkurven und letztlich mit Brücken bis zum Ziel vor dem Kurhaus. Hier und auch an der Strecke feuerten mehrere tausend Zuschauer die Downhiller voller Begeisterung an und sorgten damit für die richtige Rennatmosphäre, wie man sie schon vom vergangenen Jahr her kannte. Spannung bis zur letzten Minute war vor dem Kurhaus angesagt, als, gewissermaßen als Höhepunkt, die europäische Elite zum zweiten Wertungslauf auf die Strecke ging und die Zeiten auf der Anzeigetafel nur so ins Purzeln brachte. Fast eine halbe Stunde stand dort als Nummer eins der Name von Stefan Kudella (RSV Sturmvogel Wattenscheid-Leithe), der ein Jahr zuvor den langjährigen Deutschen Meister Marcus Klausmann entthront hatte. Er musste in der Elite – Klasse als einer der ersten auf die Strecke gehen, weil er bei der Qualifikation, maßgebend für die Startfolge bei den beiden Wertungsläufen, Probleme hatte und deshalb lange unterwegs war. Damit waren 3.38.70 Minuten lange Zeit die Messlatte, bis sie von dem Holländer Bas de Bever mit 3.35.05 Min. unterboten wurde. Frank Schneider von der Freiburger Turnerschaft drückte die Bestmarke des Holländers auf 3.33.50 Minuten, bis letztlich Marcus Klausmann mit seinen 3.31.90 Minuten klarlegte, wer im Deutschen Downhill-Sport das Sagen hat und sich damit den im vergangenen Jahr an Stefan Kudella verlorenen Meistertitel in der Eliteklasse zurückholte. Übrigens den sechsten in seiner mehrjährigen sportlichen Downhill-Laufbahn. Dazu der neue und ehemalige Deutsche Meister: „Es ist der Saisonhöhepunkt für mich. Die ganzen Vorbereitungen waren auf diesen Tag ausgerichtet. Es war schwer zu fahren, aber es hat Spaß gemacht.“
Bei der Siegerehrung durften die Erstplatzierten Pokale und Urkunden aus der Hand von Bürgermeister Dr. Walter Jocher und SOG-Chef Roland Betzmann entgegennehmen.

Hervorragende Platzierungen
für Bad Wildbader Biker-Nachwuchs
„Wenn wir bis in einigen Jahren noch keinen Deutschen Meister aus dem Raum Bad Wildbad haben, dann haben wir irgendetwas falsch gemacht“, war im letzten Jahr von Roland Betzmann als Chef des SOG-Sportmanagements in Blumberg zu hören. Gleich fünf hervorragende Platzierungen bei den Deutschen Downhill-Meisterschaften am Sonntagnachmittag stützen die Hoffnung des Bike-Park-Betreibers aus dem Südschwarzwald: In der Klasse Hobby-Junioren der 2. Platz für Mario Schraft und der 3. Platz für Johannes Krist ( beide Calmbach) sowie zweite, dritte und vierte Plätze für die beiden 17jährigen Lizenz-Junioren-Fahrer Julien Paulus und Mathieu Troquier aus dem Elsaß sowie für den Pforzheimer Johannes Schmidt vom Bad Wildbader Team „Bikers Paradise / Outlaw“.
In der Tat hat natürlich die Schuljugend aus dem oberen Enztal die günstigsten Voraussetzungen für das Mountain-Bike-Training. Sowohl von der Lage des Bike-Parks auf dem Sommerberg her als auch von den für Schüler aus Bad Wildbader Schulen ermäßigten Benutzungsgebühren her gesehen. Dass sich als Lohn für ein intensives Training der Erfolg einstellt, war am Sonntagnachmittag zu sehen, als fünf junge Biker des in der Straubenbergstraße in Wildbad etablierten Teams „BikersParadise/Outlaw“ bei der Siegerehrung auf den begehrten Treppchen standen. In der Junioren-Hobby-Klasse errangen bei 15 Startern Mario Schraft und Johannes Krist (Calmbach) mit Zeiten von 4.44.92 und 4.44.94 Minuten den zweiten und den dritten Platz. Damit erreichten sie Zeiten wie etwa das erste Drittel in der Hobby-Herren-Wertung. In den Drei-Minuten-Bereich stießen bei den Junioren-Lizenz-Fahrern unter insgesamt 30 Startern Julien Paulus mit 3.57.00 Minuten auf dem zweiten Platz und Mathieu Troquier mit 3.58.10 Minuten auf dem dritten Rang vor. Mit 4.00.67 Minuten nur wenig langsamer war auf dem vierten Platz Johannes Schmidt (Pforzheim) vom Team „BikersParadise / Outlaw“. Damit lagen die schnellen Junioren-Lizenz-Fahrer nur knappe 30 Sekunden hinter dem neuen Deutschen Meister Marcus Klausmann vom RSV Breisgauperle Denzlingen mit seinen 3.31.90 Minuten. Über diese Erfolge freuten sich nicht nur die schnellen Biker, sondern auch Peter Schmid (Bad Wildbad) als Teamchef.
.
 
[ PFORZHEIMER ZEITUNG ] [ SCHWARZWÄLDER BOTE ] [ WILDBADER ANZEIGENBLATT ] [ STUTTGARTER ZEIUNG ]
[ STUTTGARTER NACHRICHTEN ] [ SÜDDEUTSCHE ZEITUNG ]

..[ ZURÜCK NACH BAD WILDBAD ]

[ BAD WILDBAD UND DAS INTERNET ] [ TÄGLICHER WETTERBERICHT ]
.
systran_big_logo.gif (1611 Byte)
FUNNY TRANSLATION
Pefri electronics pefri @bad-wildbad.info

.© Copyright Textbeiträge der div.Presseorgane